War es sein eigener Teamkollege?

Giftmord-Verdacht nach Mannschaftsfahrt: Heimatverein zutiefst erschüttert

Tiefe Fassungslosigkeit beim TuS Rockenberg: Nach dem Tod eines 30-jährigen Fußballers steht nun ein Mannschaftskollege unter Mordverdacht.
Symbolfoto: Pixabay

03.09.2026 / ROCKENBERG - Schon der plötzliche Tod des erst 30 Jahre alten Fußballers hatte den TuS Rockenberg im vergangenen Jahr schwer getroffen. Nun steht der Verdacht im Raum, dass ausgerechnet ein Mann aus dem gemeinsamen Umfeld für seinen Tod verantwortlich sein könnte. Für den Verein ist das kaum zu begreifen. In einem öffentlichen Statement spricht der TuS von einer "emotional extrem belastenden Situation".



Mehr als ein Jahr nach dem Tod des 30-Jährigen haben die Ermittlungen eine dramatische Wendung genommen. Ein 35 Jahre alter Mann aus dem Wetteraukreis sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Er soll seinem Mannschaftskollegen heimlich Gift verabreicht haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des heimtückischen Mordes aus niedrigen Beweggründen.

"Diesen weiteren schweren Schlag" kaum zu begreifen

Der Verein reagierte inzwischen öffentlich auf die neuen Erkenntnisse. Vieles lasse sich derzeit offenbar selbst für Menschen, die dem Verstorbenen und dem Umfeld nahestanden, nur schwer einordnen. Niemand könne "diesen weiteren schweren Schlag" begreifen, heißt es vom TuS.

Mehr möchte der Verein zu dem laufenden Verfahren zunächst nicht sagen. Man vertraue auf die Arbeit der Ermittlungsbehörden und hoffe darauf, dass vollständig aufgeklärt wird, was im vergangenen Jahr passiert ist.

Der 30-Jährige war im Juni 2025 gemeinsam mit seinem Fußballverein auf Mannschaftsfahrt in Dresden. Nach der Rückkehr verschlechterte sich sein Gesundheitszustand plötzlich massiv. Rettungskräfte wurden gerufen, später musste er reanimiert werden. Am 16. Juni starb der Mann im Krankenhaus.

Obduktion brachte den entscheidenden Hinweis

Zunächst war unklar, woran der 30-Jährige gestorben war. Die Staatsanwaltschaft ließ den Leichnam obduzieren, anschließend folgten toxikologische Untersuchungen. Dabei ergaben sich Hinweise auf eine Vergiftung. Nach Angaben der Ermittler war das Mehrorganversagen, an dem der Mann starb, eine Folge davon. In den Monaten danach wurden zahlreiche Zeugen befragt. Auch das Verhältnis zwischen dem Verstorbenen und dem heute 35 Jahre alten Beschuldigten spielte bei den Ermittlungen eine Rolle. Als mögliches Motiv steht persönliche Rache im Raum.

Am Montag wurde der Mann von Spezialkräften festgenommen. Seine Wohnung und sein Arbeitsplatz wurden durchsucht, mehrere Datenträger sichergestellt. Vor dem Ermittlungsrichter machte der 35-Jährige von seinem Schweigerecht Gebrauch. Anschließend kam er in Untersuchungshaft. (Constantin von Butler) +++

Mehr als ein Jahr nach dem Tod des Spielers haben die Ermittlungen eine neue Wendung genommen.
Symbolfotos: O|N
Als mögliches Motiv steht nach Angaben der Ermittler persönliche Rache im Raum.

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