"Die ganze Stadt ist lila"
Robin Fabinski (23) spielt heute gegen die Bayern: Einmal Luis Diaz tunneln
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02.09.2026 / OSNABRÜCK/FULDA -
Für Fußballprofi Robin Fabinski läuft es richtig gut: Nachdem der 23-jährige gebürtige Fuldaer zuletzt eine bärenstarke Vorstellung beim ersten Saisonsieg seiner Osnabrücker gegen den VfL Bochum zeigte, wartet nun eine besonders kernige Aufgabe auf ihn und seine Kollegen: Am Mittwochabend gastiert der FC Bayern München im Hexenkessel an der Bremer Brücke.
Dass die Bayern beim VfL Osnabrück der große Favorit auf den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals sind, versteht sich von selbst. Nüchtern betrachtet helfen da auch die Pokalgesetze wenig, oder? Die Osnabrücker und allen voran Defensivspezialist Robin Fabinski werden alles hineinwerfen, um im Spiel David gegen Goliath die eine Minichance zu nutzen.
"Für die Bayern deutlich unangenehmer"
VfL-Trainer Timo Schultz sagt laut der Vorschau der Osnabrücker auf deren Internetseite: "Ich glaube, dass das Spiel für die Bayern deutlich unangenehmer ist als jetzt der Auftakt, wo sie fünf, sechs Wochen darauf hintrainieren konnten, zu Hause gegen den VfB Stuttgart. Wir wollen und wir werden es den Bayern so schwer wie möglich machen. Wir haben nichts zu verlieren in dem Spiel und wissen, dass einiges zusammenkommen muss. Aber das Spiel geht bei 0:0 los, wir starten im Elf gegen Elf und ich bin der festen Überzeugung, dass im Fußball alles möglich ist. Das ist ja das Schöne, dass man vorher nie sagen kann, wie es am Ende ausgeht."Gelingt Robin der Tunnel gegen Diaz?
Voraussichtlich wird es Robin mit eben jenen Diaz zu tun bekommen. Am vergangenen Wochenende glückte die Generalprobe der Osnabrücker. Sie feierten ausgerechnet im Ruhrstadion in Bochum ihren ersten Auswärtssieg in dieser Zweitligasaison. Fabinski schaffte es sogar in die Kicker-Elf des Tages. "Wie die gesamte Osnabrücker Mannschaft zeigte Robin Fabinski am vergangenen Freitag von Beginn an eine engagierte Defensivleistung, was sich auch in den Statistiken widerspiegelt. 24 Zweikämpfe und damit die drittmeisten aller Lila-Weißen bestritt er und konnte dabei 70,8 Prozent der Duelle für sich entscheiden. Und auch im Aufbauspiel übernahm der rechte Innenverteidiger in der defensiven Dreierkette einen entscheidenden Anteil. Mit 43 Pässen spielte er die meisten beim VfL, 79,1 Prozent kamen dabei bei seinen Mitspielern an", heißt es dazu auf der Internetseite des VfL. Zu Bochum haben die Fabinskis übrigens eine besondere Beziehung. Zbigniew arbeitete vor gut zehn Jahren in der Akademie des VfL, Robin kickte oft mit und schaute sich die Spiele im Ruhrstadion an. Die zwei Herzen des Papas
Für seinen Papa ist es aus zweierlei Hinsicht ein außergewöhnliches Match. Als Bayern-Anhänger freut er sich, Megastar Michael Oliseh live zu sehen. "Seine Spielweise, seine Laufwege sind ein Genuss", sagt er. Zumindest bei den Heimspielen des VfL ist Papa Fabiski übrigens immer dabei und schwärmt von der Atmosphäre. "Die ganze Stadt ist lila und steht hinter ihrem VfL. Das ist überragend. Die Fans sind richtig krank, positiv krank. Hier wird viel für den Fußball getan, gerade entsteht ein neues Trainingsgelände", sagt Fabinski, der selbst in Warschau und später bei Rot-Weiß Erfurt Fußball spielte. Auf rund 2.000 Quadratmetern entsteht der VfL-Campus am Schindelberg. Das reine Fußballstadion an der Bremer Brücke fasst rund 16.000 Zuschauer und gilt als eine der Kultstätten des deutschen Fußballs.