Abkühlung trotz Einschränkung

Wasserspielplatz trotz Notstand geöffnet: Stadt Fulda verteidigt Entscheidung

Trotz Wassernotstand öffnet die Stadt Fulda den Wasserspielplatz an der Wiesenmühle. O|N hat nachgefragt.
Archivfoto: Stadt Fulda

02.09.2026 / FULDA - Leser schlagen Alarm: Die Stadt Fulda eröffnete am vergangenen Wochenende wieder den Wasserspielplatz an der Wiesenmühle, obwohl zu diesem Zeitpunkt weiterhin ein Trinkwassernotstand galt. Zahlreiche Leserinnen und Leser wandten sich daraufhin an OSTHESSEN|NEWS und fragten, ob der Notstand bereits aufgehoben worden sei oder ob hier mit zweierlei Maß gemessen werde. O|N hat bei der Stadt Fulda nachgefragt.



Die Gesamtsituation rund um den Trinkwassernotstand in Fulda, Petersberg, Eichenzell und Ebersburg wurde in den vergangenen Monaten kontinuierlich beobachtet. Nach Angaben der Stadt wurden verschiedene Sparmaßnahmen umgesetzt, um den Wasserverbrauch zu reduzieren. Inzwischen hat sich die Versorgungslage entspannt. Der Trinkwassernotstand wurde am Dienstag offiziell aufgehoben.

Abkühlung für Familien als ausschlaggebender Faktor

Der Wasserspielplatz an der Wiesenmühle wird insbesondere von Familien mit kleinen Kindern stark genutzt und gilt als wichtiger öffentlicher Ort zur Abkühlung an heißen Tagen. Nach Angaben der Stadt wurde die Öffnung als zeitlich begrenzter Einzelfall bewertet. Ausschlaggebend seien die hohen Temperaturen und die gesundheitlichen Belastungen durch die Hitze gewesen. Insbesondere Kleinkindern sollte weiterhin eine leicht erreichbare Möglichkeit zur Abkühlung geboten werden. Auch die hohe Nachfrage hat für eine kurzfristige Öffnung gesprochen.

Die Stadt Fulda erklärt dazu: "Die Entscheidung erfolgte insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Gesundheitsschutzes sowie der Abkühlungsmöglichkeit für kleine Kinder."

Betrieb und Reinigung mit Trinkwasser

Der Wasserspielplatz wird mit Wasser aus dem öffentlichen Trinkwassernetz betrieben. Auch die Reinigungs- und Hygienemaßnahmen erfolgen mit Trinkwasser. Aus diesem Grund sei der Betrieb während des Notstands besonders kritisch geprüft und nicht uneingeschränkt fortgeführt worden.

Konkrete Verbrauchszahlen kann die Stadt nach eigenen Angaben nicht nennen, da diese von verschiedenen Faktoren wie Außentemperatur, Nutzungsintensität und Betriebsdauer abhängen.

Stadt verweist auf umfangreiche Sparmaßnahmen

Bereits vor der Ausrufung des Trinkwassernotstands wurden verschiedene Brunnen und Wasseranlagen abgeschaltet. Anlagen mit besonderer Bedeutung für das Mikroklima oder die Gesundheitsvorsorge seien dabei gesondert bewertet worden. Ziel der Maßnahmen sei es gewesen, Wasser einzusparen und gleichzeitig wichtige Aufenthalts- und Abkühlungsmöglichkeiten für die Bevölkerung zu erhalten.

Vor diesem Hintergrund bewertet die Stadt Fulda die zeitweise Öffnung des Wasserspielplatzes am vergangenen Wochenende rückblickend als vertretbar. (jk)

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