Pestalozzischule erhält Perspektive
32-Millionen-Projekt: Großsanierung soll Jahrgänge an einem Standort vereinen
Archivfotos (2): Marvin Myketin
02.09.2026 / FULDA -
Die Pestalozzischule in Fulda steht vor einer umfassenden Modernisierung. Eine Machbarkeitsanalyse, die den schulischen Bedarf berücksichtigt, hat ergeben, dass die Förderschule dringend sanierungsbedürftig ist. Die Ergebnisse der Studie wurden vor wenigen Wochen im Ausschuss für Schule und Sport der Fuldaer Stadtverordnetenversammlung vorgestellt. Bis zur vollständigen Umsetzung des Projekts könnten zwar mehrere Jahre vergehen, erste Verbesserungen sollen jedoch bereits in den kommenden Jahren sichtbar werden.
OSTHESSEN|NEWS hat bei der Stadt Fulda zum Sanierungsbedarf, zur geplanten Umsetzung der Bauabschnitte sowie zur Einbindung der Schulgemeinde nachgefragt. Die baulichen und technischen Mängel bestehen nach Angaben der Stadt bereits seit längerer Zeit. Ziel der Sanierung ist es, die Bedingungen dauerhaft zu verbessern und alle Jahrgangsstufen künftig an einem Standort zusammenzuführen.
Schulbetrieb trotz Mängeln gesichert
Der Unterricht konnte zwar in den vergangenen Jahren regulär stattfinden. Doch um den Schulbetrieb sicherzustellen, wurden notwendige Instandhaltungsmaßnahmen sowie bauliche Erweiterungen so gut wie möglich im laufenden Betrieb umgesetzt. So mussten zusätzliche Klassenräume außerhalb der Schule in der Zweigstelle an der Ernst-Barlach-Straße ausgelagert werden. Sanierung in mehreren Bauabschnitten
Da die Arbeiten bei laufendem Schulbetrieb erfolgen sollen, sind mehrere Bauabschnitte vorgesehen. Von der Planung bis zur vollständigen Inbetriebnahme des modernisierten Schulstandorts geht die Stadt derzeit von einem Zeitraum von bis zu sieben Jahren aus. Konkrete Angaben zum Baubeginn oder einem ersten Spatenstich gibt es bislang nicht.Zugleich betont die Stadt, dass die vorgestellten Pläne noch nicht endgültig feststehen. "Derzeit handelt es sich ausschließlich um eine Machbarkeitsanalyse auf Grundlage der schulischen Bedarfe", teilte die Verwaltung mit. Die Bedürfnisse der Schulgemeinde wurden im Rahmen der Studie erfasst und flossen in das neue Raumkonzept ein. Die Kosten werden derzeit auf rund 32,1 Millionen Euro geschätzt. Zudem prüft die Stadt mögliche Förderprogramme von Land und Bund.
Unterricht während der Bauzeit noch ungeklärt
Wie der Unterricht während der Bauphase organisiert wird und welche Ausweichflächen gegebenenfalls genutzt werden, steht derzeit noch nicht fest. Diese Fragen sollen nach Abschluss der Vorplanungen konkretisiert werden. Dabei sollen insbesondere die besonderen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden.Die Stadt bekräftigt zugleich ihr Bekenntnis zum Standort: "Die Stadt bekennt sich zum Erhalt der Förderschule mit dem Schwerpunkt ,Geistige Entwicklung" als Ergänzung zur Inklusion." (jk) +++