Diese Kommunen reagieren jetzt
Entscheidung gefallen: Wird der Trinkwassernotstand nun endlich aufgehoben?
Fotos: Marvin Myketin/Constantin von Butler
01.09.2026 / REGION -
Aufatmen im Landkreis Fulda: Noch vor wenigen Tagen liefen Pumpen und Tiefbrunnen auf Hochtouren, Kommunen verhängten Gießverbote und die Sorge vor einer weiteren Zuspitzung der Trinkwasserversorgung wuchs. Jetzt kommt die Entwarnung: Der Wassernotstand in Fulda, Petersberg, Eichenzell und Ebersburg wird zum 1. September aufgehoben.
Damit endet eine Ausnahmesituation, die die Region in den vergangenen Wochen intensiv beschäftigt hat und über die OSTHESSEN|NEWS mehrfach berichtet hatte. Den Anfang machte Petersberg am 10. August. Wegen der anhaltenden Trockenheit überstieg der Verbrauch dort zeitweise die Fördermenge, die Hochbehälter gerieten an ihre Grenzen. Wenige Tage später berichtete O|N vor Ort über Pumpen und Tiefbrunnen, die praktisch ohne Pause liefen. Am 15. August verschärfte sich die Lage weiter: Auch Fulda, Eichenzell und Ebersburg riefen den Wassernotstand aus.
Erst vor wenigen Tagen noch keine Entwarnung
Noch am 25. August hatte es keine Entwarnung gegeben. Wie O|N berichtete, reichten einige Regentage zu diesem Zeitpunkt nicht aus, um die Situation grundlegend zu verbessern. Die Grundwasserstände waren weiterhin sehr niedrig, ein Brunnen in der Fulda-Aue war zeitweise sogar trockengefallen. Die Einschränkungen blieben deshalb zunächst bestehen. Nun hat sich die Lage zumindest so weit entspannt, dass die Kommunen reagieren können. Verbote gelten ab 1. September nicht mehr
Auf Basis der aktuellen Einschätzung haben die Stadt Fulda und die Gemeinden Petersberg, Eichenzell und Ebersburg entschieden, die geltenden Einschränkungen auslaufen zu lassen beziehungsweise zu beenden. Damit gelten ab Dienstag, 1. September, die bisherigen Verbote etwa beim Gießen im Garten oder auf Friedhöfen und Sportplätzen nicht mehr."Weiterhin bewusst und sparsam umgehen"
"Die Aufhebung der Einschränkungen ist eine erfreuliche Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger", erklärt der Eichenzeller Bürgermeister Johannes Rothmund. "Gleichzeitig hat uns der Wassernotstand eindrücklich vor Augen geführt, wie schnell sich die Situation bei anhaltender Trockenheit und hohen Temperaturen zuspitzen kann. Deshalb sollten wir die Erfahrungen der vergangenen Wochen mitnehmen und auch weiterhin bewusst und sparsam mit unserem Trinkwasser umgehen." Grundwasserstände bleiben niedrig
Die Geschäftsführer der RhönEnergie-Gruppe, Martin Heun und Dr. Arnt Meyer, mahnen dennoch zur Vorsicht: "Die Grundwasserstände sind weiterhin niedrig und die Quellen noch nicht wieder so ergiebig wie unter normalen Bedingungen. Wir beobachten die Entwicklung deshalb weiterhin aufmerksam."Die RhönEnergie und die beteiligten Kommunen bitten die Bürger daher auch nach dem Ende der Einschränkungen um einen verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser. Insbesondere bei einer erneuten längeren Trockenperiode und steigenden Temperaturen kann sich die Versorgungslage wieder verschärfen.
Mit dem Außerkrafttreten beziehungsweise der Aufhebung endet der Wassernotstand in Fulda, Petersberg, Eichenzell und Ebersburg. Die Kommunen und die RhönEnergie danken allen Bürgern ausdrücklich für ihre Unterstützung, ihre Disziplin und ihr Verständnis während der vergangenen Wochen. (cb/pm) +++