Das sagt Wahlkreisabgeordneter Thomas Hering

"Eine Entscheidung der Vernunft": Land will JVA Hünfeld komplett verstaatlichen

Nach OSTHESSEN|NEWS-Informationen soll die erste teilprivatisierte Justizvollzugsanstalt (JVA) in Deutschland nun verstaatlicht werden. In politischen Hintergrundgesprächen bestätigte sich, dass die Landesregierung die JVA Hünfeld ab 2028 vollständig in staatliche Verantwortung überführen will.
Archivfotos: O|N

30.08.2026 / HÜNFELD - Ein Paukenschlag für Hünfeld: Nach OSTHESSEN|NEWS-Informationen soll die erste teilprivatisierte Justizvollzugsanstalt (JVA) in Deutschland nun verstaatlicht werden. In politischen Hintergrundgesprächen bestätigte sich, dass die Landesregierung die JVA Hünfeld ab 2028 vollständig in staatliche Verantwortung überführen will. Nach Einschätzung von Thomas Hering, Landtagsabgeordnetem und Wahlkreisabgeordnetem aus Fulda, handelt es sich um eine Entscheidung der wirtschaftlichen Vernunft.



Das Justizministerium begründet die Entscheidung damit, dass sich der bisherige Mischbetrieb aus staatlichen und privaten Aufgaben finanziell nicht mehr lohnt. Ein Gutachten des Landes Hessen zeigt, dass der privat übernommene Teil des Betriebs inzwischen teurer ist als ein rein staatliches Modell. "Dadurch spart das Land Kosten", macht Hering in einem Statement gegenüber O|N deutlich.

Hering: "Die Landesregierung handelt vorbildlich im Sinne der Bürgerinnen und Bürger"

Für Hering zeigt die Entscheidung, dass die Teilprivatisierung nie ideologisch motiviert war, sondern aus pragmatischen Gründen entstand. "Die Landesregierung handelt vorbildlich im Sinne der Bürgerinnen und Bürger. So wie ich als Wahlkreisabgeordneter mit dem Justizminister Christian Heinz und dem Hünfelder Bürgermeister Benjamin Tschesnok im engen Kontakt stehe, ist das Justizministerium auch mit dem Betreiber im Gespräch. Aus vielen Besuchen und Arbeitsgesprächen vor Ort weiß ich ganz persönlich um die professionelle Arbeit und das gute Zusammenwirken aller Bediensteten in allen Bereichen", teilt der Wahlkreisabgeordnete mit. Zudem verzeichne die JVA ein gutes Betriebsklima. Er ergänzt: "So weiß ich ebenfalls um die hohe Motivation und die wertvolle Erfahrung der Mitarbeiter auch im derzeit privat betriebenen Bereich."

Für die Beschäftigten soll der Übergang möglichst reibungslos verlaufen. Hering betont daher: "Auch aus diesen Gründen geht es nun um die Übernahme unter gleichen Konditionen, wobei ich darüber unterrichtet bin, dass derzeit schon geprüft wird, wie genau die Übernahme erfolgt." (mis) +++

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