Nicht nur Filme schauen

Neues Kulturkino in der Löherstraße: L14zwo erweitert sein Programm

Mehr als nur Filme schauen: Mit dem neuen Kulturkino will die L14zwo in Fulda einen Ort für Film, Musik, Begegnung und gesellschaftlichen Dialog schaffen.
Fotos: Privat

30.08.2026 / FULDA - Filme schauen, ins Gespräch kommen und Kultur gemeinsam erleben: Mit dem neuen Standort in der Löherstraße baut die L14zwo ihr Angebot weiter aus. In den Räumen des soziokulturellen Zentrums in der Löherstraße 16/18 soll mit dem L14zwo Kulturkino ein neuer Ort für Film, Musik, Begegnung und gesellschaftlichen Austausch entstehen.



Die L14zwo versteht sich als offener Ort, an dem Menschen und Initiativen zusammenkommen, eigene Ideen entwickeln und gemeinsam kulturelle und soziale Projekte verwirklichen können. Mit dem Kulturkino wird dieses Profil nun um einen weiteren Schwerpunkt ergänzt.

Neuer Kultur- und Begegnungsort für Fulda

Mit dem Kulturkino soll sich die L14zwo weiter als offener Kultur- und Begegnungsort in der Löherstraße etablieren. Film, Musik, Literatur und gesellschaftlicher Austausch sollen dabei nicht als voneinander getrennte Angebote verstanden werden. Vielmehr sollen unterschiedliche Kulturformen Menschen zusammenbringen und neue Kooperationen zwischen Kulturschaffenden, Initiativen, Wissenschaft, Bildung und Stadtgesellschaft ermöglichen.

Das Programm soll ausdrücklich weiterwachsen. Menschen aus Fulda und Umgebung, die sich für Film, Musik, Literatur, Medien oder andere kulturelle Projekte interessieren und eigene Ideen einbringen möchten, sind eingeladen, sich an der weiteren Entwicklung zu beteiligen. Denkbar sind künftig etwa feministische Filmreihen, Doku-Abende und junges politisches Kino. Auch die Räume sollen sich nach und nach weiterentwickeln.

Bereits im September soll das neue Programm Fahrt aufnehmen. Geplant ist kein klassisches Kino mit einem ausschließlich auf Filmvorführungen ausgerichteten Spielplan. Vielmehr soll ein vielfältiger kultureller Raum entstehen, in dem unterschiedliche Veranstaltungsformen nebeneinander Platz finden und sich miteinander verbinden können.

"Kino im Dialog" - Film als Ausgangspunkt für Gespräche

Ein besonderer Schwerpunkt des neuen Programms wird die monatliche Reihe "Kino im Dialog". Ein gesellschaftlich relevanter Film bildet dabei den Ausgangspunkt für einen moderierten Abend. Geschichten, Figuren und Konflikte auf der Leinwand sollen Menschen miteinander ins Gespräch bringen, die sich im Alltag aufgrund unterschiedlicher sozialer, politischer, kultureller oder generationeller Erfahrungen möglicherweise nur selten begegnen.

Im Mittelpunkt stehen wechselnde gesellschaftliche Themen - beispielsweise Einsamkeit und soziale Isolation, Zugehörigkeit, Migration, Generationenkonflikte, soziale Ungleichheit, Demokratie, Identität oder gesellschaftliche Polarisierung.

Nach der Filmvorführung wird der Abend durch moderierte Gespräche, unterschiedliche Dialogformate und - je nach Thema - eingeladene Gesprächspartner ergänzt. Entscheidend ist dabei nicht die Vermittlung einer vorgegebenen "richtigen" Position. Vielmehr soll ein Raum entstehen, in dem unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden, Widerspruch möglich bleibt und gesellschaftliche Kontroversen respektvoll ausgetragen werden können. Die Reihe entsteht in Kooperation von L14zwo und ngd - neuer gesellschaftlicher dialog - und ist zunächst einmal monatlich vorgesehen.

Auftakt am 14. September

Die erste Ausgabe von "Kino im Dialog" ist für Montag, 14. September 2026, von 19.30 bis 22.30 Uhr in der L14zwo, Löherstraße 16-18 in Fulda, geplant. Als erster thematischer Schwerpunkt ist derzeit "Einsamkeit" vorgesehen. Dabei soll es nicht allein um individuelles Alleinsein gehen, sondern auch um soziale Isolation, Zugehörigkeit und die Frage, wie sich gesellschaftliche Beziehungen verändern.

"Kino im Dialog" soll Film und Gespräch zusätzlich mit Literatur verbinden. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der benachbarten Buchhandlung Ulenspiegel in der Löherstraße. Passend zum jeweiligen Film und zur gesellschaftlichen Leitfrage des Abends soll eine kleine Auswahl an Romanen, Essays, Sachbüchern oder anderen Veröffentlichungen zusammengestellt werden. Besucher haben damit die Möglichkeit, Themen eines Filmabends anschließend selbstständig weiterzuverfolgen.

Vier Musikfilme beim FuldaFestival

Für die letzten beiden Septemberwochen sind insgesamt vier Musikfilmveranstaltungen im Rahmen des FuldaFestival vorgesehen. Der Eintritt zu diesen vier Veranstaltungen ist frei.

Am Sonntag, 20. September, um 19 Uhr wird "Köln 75" gezeigt. Der Film erzählt, wie die 18-jährige Vera Brandes 1975 gegen alle Widerstände Keith Jarretts legendäres Kölner Jazz-Klavierkonzert organisiert.

Am Montag, 21. September, um 19 Uhr folgt "Bohemian Rhapsody", die Filmbiografie über das Leben des Sängers Freddie Mercury und den Aufstieg der Rockband Queen.

Am Freitag, 25. September, um 18.30 Uhr steht ein Stummfilmabend auf dem Programm. Gezeigt wird F.W. Murnaus Klassiker "Nosferatu", live begleitet und improvisiert an der Bratsche von dem Filmemacher, Maler und Musiker Hugo Max.

Den Abschluss bildet am Samstag, 26. September, um 19 Uhr "Crescendo". Das Drama handelt von einem renommierten Dirigenten, der ein Jugendorchester aus israelischen und palästinensischen Musikern formieren soll und dabei die Konflikte sowie die verbindende Kraft der Musik unmittelbar erlebt.

Eintritt und Veranstaltungsort

Veranstaltungsort ist die L14zwo in der Löherstraße 16/18 in Fulda. Sofern nicht anders angegeben, kostet der Eintritt fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Reservierungen sind nicht möglich. Ein rollstuhlgerechter Zugang ist vorhanden. (pm/cb) +++

Das Kulturkino soll die L14zwo künftig um einen weiteren kulturellen Schwerpunkt ergänzen.

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