"RoggPalast"
Halbe Miete, volle Gemeinschaft: Junge Menschen für Wohnprojekt gesucht
Fotos: antonius
28.08.2026 / NEUHOF -
Bezahlbar wohnen, Gemeinschaft erleben und den Alltag gemeinsam gestalten: Für die inklusive WG im "RoggPalast" suchen der Verein "Leben und Arbeiten in Neuhof" und antonius drei engagierte junge Menschen. Angesprochen sind Studierende, Auszubildende und junge Erwachsene, die gemeinschaftlich wohnen und den WG-Alltag aktiv mitgestalten möchten. Das moderne Wohnmodell verbindet bezahlbaren Wohnraum mit gelebter Gemeinschaft und kann deshalb auch für regionale Unternehmen interessant sein.
Der RoggPalast entsteht in der ehemaligen Bäckerei "Eckebäcker" in Neuhof-Opperz, in der die Familie Happ über Generationen hinweg gebacken hat. Nachdem das Gebäude längere Zeit leer stand, wird es nun saniert und neu genutzt. Es entsteht ein inklusives Wohnprojekt für Menschen mit und ohne Behinderung, das selbstbestimmtes Wohnen, Gemeinschaft und gelebte Nachbarschaft miteinander verbindet.
Engagement lohnt sich
Jedes der rund 25 Quadratmeter großen Zimmer verfügt über ein eigenes Duschbad. Eine große Wohnküche, ein Wohnzimmer und eine Terrasse bieten viel Raum für das gemeinsame WG-Leben. Das Haus liegt fußläufig zum Bahnhof. Für Besorgungen und gemeinsame Unternehmungen stehen außerdem ein Lastenrad, E-Bikes und Fahrradtandems zur Verfügung. Die drei Zimmer werden an junge Menschen ohne Unterstützungsbedarf vermietet. Das Wohnmodell ist an das Prinzip "Wohnen gegen Mithilfe" angelehnt, geht jedoch über einzelne Unterstützungsleistungen hinaus. Gesucht werden Mitbewohner, die Lust auf ein echtes Miteinander haben und den WG-Alltag gemeinsam mit allen Bewohnern gestalten.Alltag teilen, Zusammenleben gestalten
"Wir suchen junge Leute, die die Gemeinschaft in einer vielfältigen WG als Bereicherung und Verantwortung zugleich verstehen: Sie erleben das Zusammensein mit tollen Menschen, wohnen bezahlbar und leisten ihren persönlichen Beitrag", erläutert Andree Listerski vom Verein "Leben und Arbeiten in Neuhof". "Wie sich die einzelnen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner einbringen, entscheiden sie gemeinsam. Vielleicht möchte jemand regelmäßig für die WG kochen, die Einkäufe übernehmen oder Ausflüge organisieren. Selbstverständlich bringen sich auch die Menschen mit Behinderung aktiv für die Gemeinschaft ein, denn im RoggPalast leben wir Inklusion auf Augenhöhe", sagt Andree Listerski.Gemeint sind alltägliche Hilfen, wie sie auch in einer gut funktionierenden Wohngemeinschaft oder Nachbarschaft selbstverständlich sind. Assistenz- und Pflegeleistungen sind davon ausdrücklich ausgenommen und werden von Fachkräften übernommen.
Auch für lokale Unternehmen interessant
"Die drei freien Plätze in der inklusiven WG können auch für lokale Unternehmen interessant sein, die bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende, Werkstudierende oder Nachwuchskräfte suchen", betont Inklusionsnetzwerker Benedikt Bein. "Am wichtigsten ist jedoch, dass die zukünftigen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner Lust auf Gemeinschaft und ein inklusives Miteinander haben. Denn der RoggPalast wird mehr als ein reines Wohnhaus: Er wird ein lebendiger Ort der Begegnung und zeigt, wie modernes Zusammenleben in unserer Region aussehen kann."