Drei Schulen, vier Wochen, ein Ziel

Alte Handys, Kabel und Co.: Schulwettbewerb "Elektro-Cup" gestartet

Elektroschrott sammeln, Rohstoffe retten und dabei ganz praktisch etwas über Nachhaltigkeit lernen: In Bad Hersfeld ist der Schulwettbewerb "Elektro-Cup" gestartet.
Fotos: Svenja von Wrangell

29.08.2026 / BAD HERSFELD - Elektroschrott sammeln, Rohstoffe retten und dabei ganz praktisch etwas über Nachhaltigkeit lernen: In Bad Hersfeld ist der Schulwettbewerb "Elektro-Cup" gestartet. Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Anke Hofmann sammeln Schüler vier Wochen lang Elektroschrott in ihrer Nachbarschaft, der anschließend wieder in den Kreislauf zurückgeführt wird.



Dabei setzen sie sich aktiv mit den Themen Konsum, Weiterverwendung, Reparatur und Recycling auseinander. Ziel ist es, ökologisches Bewusstsein und nachhaltiges Handeln zu fördern. Insgesamt beteiligen sich drei Schulen in Bad Hersfeld an der Aktion.

Anke Hofmann eröffnete den Wettbewerb an der Konrad-Duden-Schule. Auch die Heinz Trox-Stiftung und die Firma Fehr-Knettenbrech wünschen den beteiligten Schülern viel Erfolg. Die Schule, die am fleißigsten Elektroschrott sammelt, gewinnt einen Schulausflug ins Umweltzentrum Fulda.

Elektroschrott-Sammelaktion soll Bewusstsein schaffen

Deutschland steckt im Elektroschrott-Dilemma: Jährlich fallen 1,7 Millionen Tonnen an, doch gesammelt wird nicht einmal ein Drittel. Statt der geforderten 65 Prozent liegt die Sammelquote aktuell bei nur 31,7 Prozent – Tendenz fallend. Der Rest verschwindet in Schubladen, Kellern oder auf fragwürdigen Wegen ins Ausland.

Was fehlt, ist eine Verhaltensänderung in den Haushalten. Mit den Elektro-Cups bringt die gemeinnützige Initiative "Das macht Schule" Bewegung in die Sache und aktiviert bundesweit immer mehr Schulen. Nun startet auch der erste Elektro-Cup in Bad Hersfeld. Ermöglicht wird der Wettbewerb durch die finanzielle Unterstützung der Heinz Trox-Stiftung. Logistikpartner ist die Firma Fehr-Knettenbrech.

Das sagen die Unterstützer aus der Region

Bürgermeisterin Anke Hofmann erklärt: "Jeden Tag und in allen möglichen Lebenslagen benutzen wir elektrische Geräte, nutzen wir digitale Systeme und sind online vernetzt. Damit all das möglich ist, werden weltweit Rohstoffe abgebaut und von Menschen unter teilweise extrem widrigen Bedingungen verarbeitet. Mir ist vielleicht damit geholfen, wenn ich mein defektes Gerät entsorge und ein neues kaufe. Doch an anderen Orten auf der ganzen Welt kann diese Entscheidung Folgen haben. Dank dieser Aktion werden bereits junge Menschen für dieses globale Thema sensibilisiert. Indem so viele Schülerinnen und Schüler aus Bad Hersfeld beim Elektro-Cup mitmachen, können wir wichtige Aufklärungsarbeit leisten."

Christine Roßkothen von der Heinz Trox-Stiftung sagt: "Der Elektro-Cup zeigt auf anschauliche Weise, wie Schülerinnen und Schüler selbst Verantwortung für Umwelt- und Ressourcenschutz übernehmen können. Sie lernen nicht nur, warum Elektroschrott wertvolle Rohstoffe enthält, sondern erleben auch, dass ihr eigenes Handeln etwas bewirken kann. Dieses Bewusstsein frühzeitig zu fördern, ist uns als Heinz Trox-Stiftung ein wichtiges Anliegen."

Christian Krumbein von der Firma Fehr-Knettenbrech ergänzt: "Die Gesellschaft muss noch stärker für die Bedeutung von Abfalltrennung und Recycling sensibilisiert werden. Das Projekt "Elektro-Cup" von "Das macht Schule" ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, bereits im Schulalter ein Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und Elektroschrott zu schaffen."

Auch Timo Schäfer von der Schulleitung der Konrad-Duden-Schule freut sich über die Aktion: "Mit dem Elektro-Cup zeigen unsere Schülerinnen und Schüler, dass jeder einen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz leisten kann. Ich freue mich, dass wir Nachhaltigkeit nicht nur im Unterricht behandeln, sondern gemeinsam ganz praktisch leben."

Drei Schulen machen mit

Am Projekt beteiligen sich die Lingg-Schule, die Ernst-von-Harnack-Schule und die Konrad-Duden-Schule. (pm/cb) +++

Anke Hofmann eröffnete den Wettbewerb an der Konrad-Duden-Schule.

Bürgermeisterin Anke Hofmann erklärt: \"Jeden Tag und in allen möglichen Lebenslagen benutzen wir elektrische Geräte, nutzen wir digitale Systeme und sind online vernetzt.\"
Archivfoto: O|N/Constantin von Butler

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