Zwölf Hektar befallen

Große Ameisen-Plage in Meerholz: Stadt geht jetzt dagegen vor

Eine Plage, die unter Kontrolle gebracht werden soll: In Gelnhausen-Meerholz (Main-Kinzig-Kreis) breitet sich eine aggressive Ameisenart aus Südeuropa - die Große Drüsenameise - massiv aus.
Foto: Umweltbundesamt/Aron Bellersheim/SMNS

29.08.2026 / GELNHAUSEN - Eine Plage, die unter Kontrolle gebracht werden soll: In Gelnhausen-Meerholz (Main-Kinzig-Kreis) breitet sich eine aggressive Ameisenart aus Südeuropa - die Große Drüsenameise - massiv aus. Millionen dieser Ameisen haben sich in Gärten, Häusern und sogar Schlafzimmern eingenistet. Für viele Anwohner ist ein normales Leben kaum noch möglich: Sie werden gebissen, müssen täglich saugen, können ihre Gärten nicht mehr nutzen und manche ziehen sogar aus ihren Häusern aus.



Die Art stammt aus Südeuropa und gilt als besonders problematisch, weil sie riesige Superkolonien bildet und sich schnell ausbreitet. "Als Stadt Gelnhausen haben wir schon vor einigen Monaten von der Problematik der Ameisen erfahren, konnten aber erst nach der Typbestimmung, um welche Art es sich handelt, aktiv werden", fasste Christian Litzinger, Bürgermeister von Gelnhausen, gegenüber OSTHESSEN|NEWS zusammen. Jetzt werden die nächsten Schritte geplant.

Informationsveranstaltung am 14. September - Wie kann man dagegen vorgehen?

"Zurzeit läuft eine Kartierung vom zuständigen, von uns beauftragten Fachbiologen. Wir gehen von einer befallenen Fläche von etwa zwölf Hektar aus. Es ist - wenn man in andere Kommunen schaut - davon auszugehen, dass sich die Tiere weiter ausbreiten", so der Rathauschef. Die Gefahr bestehe vor allem darin, dass die Tiere in ihrer Anzahl sehr bedrängend sind - genauso wie ihre Höhlen im öffentlichen Raum, beispielsweise auf Gehwegen. Nach der Katierung folge dann, "in konzentrierter und koordinierter Runde" dagegen vorzugehen.

Im gleichen Zuge erwähnt Litzinger die Informationsveranstaltung am 14. September: "Am Abend werden wir uns in dem Ortsteil treffen, den die Plage am meisten betrifft - in Meerholz in der Sport- und Kulturhalle. Dort werden dann entsprechende Fachleute, auch der von uns beauftragte Biologe, Hinweise geben, wie man gegen die Ameisen vorgehen könnte."

An die besorgten Bewohner richtete er folgende Worte: "Als Stadt steht man natürlich an der Seite der betroffenen Anwohner." Um allerdings eine koordinierte Aktion starten zu können, bitte er noch um ein wenig Geduld. "Unabhängig davon gehen wir von städtischer Seite aus schon in die Beschaffung von entsprechenden Gerätschaften, um dann auch gegen die Ameisen vorgehen zu können - auf öffentlichen und, falls gewünscht, auf privaten Flächen", so der Rathauschef.

Jetzt zählt für Meerholz vor allem die Aussicht auf Entlastung. Die Kartierung läuft, Fachleute sind eingebunden, und die Stadt bereitet erste Maßnahmen vor. Jetzt heißt es für die Anwohner: ein wenig Geduld - und die Hoffnung, dass die koordinierte Aktion bald Wirkung zeigt und die Plage Schritt für Schritt zurückgedrängt wird. (mis) +++

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