Gemeinsam für den Ernstfall
RhönEnergie und Feuerwehr üben Rettung in Mittelspannungsstation
Fotos: RhönEnergie Fulda
27.08.2026 / KALBACH -
Wenn es in einer Trafostation brennt und sich möglicherweise noch eine verletzte Person im Gebäude befindet, ist schnelles Handeln gefragt. Aber gleichzeitig birgt eine elektrische Anlage besondere Gefahren, die für Einsatzkräfte nicht unmittelbar erkennbar sind. Genau dieses Szenario stand im Mittelpunkt einer gemeinsamen Einsatzübung der RhönEnergie-Netzgesellschaft OsthessenNetz und der Freiwilligen Feuerwehr Mittelkalbach.
Gemeinsam mit Monteuren der OsthessenNetz, Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Mittelkalbach sowie den Maltesern Petersberg und Kerzell trainierten die Beteiligten mehrere Szenarien unter möglichst realistischen Bedingungen. Die Malteser Petersberg sorgten für eine realistische Unfalldarstellung, während die Malteser Kerzell mit einem Rettungswagen an der Übung beteiligt waren.
20.000 Volt Spannung und verletzte Person
Ausgangspunkt der Übung war die Meldung eines Containerbrands, der sich im weiteren Verlauf als Brand in einer Mittelspannungsstation herausstellte. Hier liegen Spannung von 20.000 Volt an. Zusätzlich musste eine verletzte Person aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Die besondere Herausforderung: Elektrische Spannung ist für Einsatzkräfte nicht sichtbar und nicht unmittelbar wahrnehmbar. Bevor die Feuerwehr eingreifen kann, muss die betroffene Anlage daher durch den Netzbetreiber abgeschaltet und die Spannungsfreiheit sichergestellt werden. Zusammenarbeit im Ernstfall
"Strom ist lautlos und unsichtbar – deshalb lässt sich die Gefahr für die Einsatzkräfte nicht immer unmittelbar erkennen. Genau solche Übungen helfen uns, die Abläufe zwischen Netzbetreiber, Feuerwehr und Rettungsdienst unter realistischen Bedingungen zu trainieren und im Ernstfall schnell und sicher zusammenzuarbeiten", sagt Lukas Wingenfeld, Netzmeister der OsthessenNetz.Die gemeinsame Übung zeigte, wie entscheidend klare Abläufe, gegenseitiges Verständnis und eine enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Netzbetreiber sind. In dem Training konnten die Beteiligten die notwendigen Abläufe praktisch erproben und wichtige Erfahrungen für den Ernstfall sammeln. (pm/fw) +++