Zu Gast bei der SG Bronnzell

Laufanalyse vom Sanitätshaus Spiegel: Probleme erkennen, bevor es weh tut

Probleme erkennen, bevor es weh tut: Bei der SG Viktoria Bronnzell untersuchte das Sanitätshaus Spiegel die Laufbewegungen und Belastungen der Fußballer.
Fotos: tomafocus

26.08.2026 / FULDA - Ein paar Schritte über die Messplatte - und schon lässt sich einiges erkennen. Bei der SG Viktoria Bronnzell ging es am Mittwochabend einmal nicht um Tore oder Taktik, sondern um die Gesundheit der Spieler. Das Sanitätshaus Spiegel war auf dem Sportgelände zu Gast und bot Lauf- und Venenanalysen an.



Bei der Laufanalyse wird unter anderem geschaut, wie der Fuß aufsetzt und abrollt, wo besonders viel Druck entsteht und ob der Körper beim Laufen gleichmäßig belastet wird.

"Wir schauen, ob jemand physiologisch abrollt, ob es Defizite gibt und ob der Körperschwerpunkt symmetrisch verläuft oder stärker auf eine Seite verlagert ist", erklärt Eiko Limmer, Orthopädie-Technikermeister beim Sanitätshaus Spiegel. Auch Unterschiede bei der Beinlänge oder auffällige Druckstellen können dabei sichtbar werden.

Lieber vorher hinschauen

Gerade bei Fußballern ist das interessant. Knie, Rücken und Füße werden im Training und Spiel ordentlich beansprucht. Fehlstellungen müssen dabei nicht sofort Beschwerden machen - können aber irgendwann zum Problem werden. "Am Ende geht es auch um eine Leistungsoptimierung", sagt Limmer. Durch eine passende Versorgung könne verhindert werden, "dass sich Probleme entwickeln, der Sportler ausfällt oder Beschwerden bekommt". Gleichzeitig könne der Spieler seine Ausdauer besser einsetzen und seine Leistung steigern.

Auch im Verein kam die Aktion gut an. "Ich denke, dass so eine Laufanalyse eine sehr gute Geschichte ist, um bei den Jungs vielleicht doch die eine oder andere Fehlstellung aufzuzeigen", sagt der sportliche Leiter Timo Möller.

Zeigt die Messung tatsächlich Auffälligkeiten, werden die Ergebnisse anschließend mit dem Spieler besprochen. "Wir zeigen den Jungs ihre Laufanalyse und schauen, wie sie abrollen und wo die Belastung besonders hoch ist", erklärt Hannes Spiegel, angehender Orthopädie-Techniker.

Eine Möglichkeit können individuell angepasste Einlagen sein. Ob sie nötig sind, soll anschließend mit Hausarzt oder Orthopäden geklärt werden. Für Spiegel geht es vor allem darum, gar nicht erst so weit zu kommen, dass Beschwerden entstehen: "Man bekommt sehr schnell Knieprobleme oder Rückenschmerzen. Bei unserer Analyse geht es einfach darum, dem Ganzen vorzubeugen." (Constantin von Butler) +++

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