Wilde Pläne aus Klingbeil-Ministerium

Geplante Zuckersteuer sorgt für Kritik - MP Rhein: "Absage an Teuer-Steuer"

Die geplante Zuckersteuer sorgt für Kritik
Symbolbild: Pixabay

26.08.2026 / BERLIN - Die Bundesregierung plant die Einführung einer Zuckersteuer ab 2027 – und das sorgt für heftige Kritik. Die Pläne kommen aus dem Finanzministerium unter Leitung von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). Demnach soll eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke eingeführt werden.


Die Steuer soll aber nicht nur auf zuckerhaltige Getränke wie Limonaden fällig werden. Laut aktuellen Medienberichten soll diese auch auf Getränke wie Nektar, Smoothies und getreidebasierte Drinks wie Hafermilch ausgeweitet werden. Vorgeschlagen ist, dass solche Getränke mit 26 Cent pro Liter besteuert werden.

"Ich finde es richtig, dass wir etwas gegen die negativen Folgen eines zu hohen Zuckerkonsums tun. Gerade Kinder müssen wir besser schützen. Wir haben hier ein gesundheitliches Problem, dessen Folgen längst auch unser Gesundheitssystem belasten. Deshalb werden wir handeln: mit Aufklärung, aber auch mit einer Besteuerung zuckerhaltiger Getränke. Das haben wir in der Koalition beschlossen. Die Details werden derzeit vorbereitet", erklärt Finanzminister Klingbeil am Mittwoch auf Instagram. Er macht dabei aber auch klar: "Was keinen Sinn ergibt, ist eine Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke. Das mache ich nicht. Das wird nicht kommen."

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Kritik kommt dennoch von vielen Seiten. Auch von Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU). Er sagt gegenüber der Nachrichtenagentur dpa: "In einer Zeit, in der viele Menschen mit hohen Preisen zu kämpfen haben, darf der Staat Lebensmittel und Getränke nicht noch teurer machen."

Und weiter macht der mächtige Landesregent deutlich: "Ich erwarte eine klare Absage an eine weitere Teuer-Steuer auf Lebensmittel für unsere Bürgerinnen und Bürger und eine Zusage für echte Entlastungen der Menschen im Alltag."

Ähnlich sieht es auch die Zuckerwirtschaft, der Getränkefachgroßhandel und Verbände der Getränkewirtschaft. Sie sprechen sich ebenfalls gegen eine Zuckersteuer aus. Die Verbraucherzentralen und die Verbraucherschützer von Foodwatch befürworten die Pläne. (Moritz Pappert) +++


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