Wer sind die dreisten Täter?
Diesel-Diebstähle in der Region: Landwirte geraten ins Visier von Spritdieben
Symbolbild: O|N / Rene Kunze
27.08.2026 / KREIS FULDA -
Die diesjährige Sommertrockenheit machte den Bauern schwer zu schaffen und auch die enorm in die Höhe geschossenen Kraftstoffpreise spüren die Landwirte extrem. Als wäre das noch nicht genug, werden in letzter Zeit wohl immer mehr Landwirte in der Region Osthessen und besonders im Kreis Fulda Opfer von dreisten Dieseldiebstählen. Davon berichten einige Bauern aus erster Hand.
Nach Angaben der Polizei seien bereits einzelne Fälle bekannt. Die Dunkelziffer könnte aber höher sein, da nicht jeder Treibstoffdiebstahl zur Anzeige gebracht wird. Wieso geraten aber vor allem Landwirte immer mehr in den Fokus der Diebe?
Ähnliches Auto mit verschiedenen Nummernschildern gesichtet
Landwirtin Andrea Helmer aus Fulda wurde nicht direkt Opfer eines Treibstoffdiebstahls, was daran liegen könnte, dass sie die vermeintlichen Diebe früh genug gestört hatte. Der Vorfall ereignete sich am frühen Sonntagabend - es war noch hell. "Unser Nachbar hatte das Auto nah bei der Maschinenhalle bemerkt. Dann bin ich dort hingegangen und habe sie anscheinend gestört. Das Auto ist dann schnell weggefahren", berichtet Helmer aus der Tatnacht. Vor Ort fand sie nur noch einen Kanister mit dem dazugehörigen Schlauch vor. Das Fahrzeug soll ein silberner Kombi der Marke "Audi" gewesen sein.Nach Angaben der Landwirtin haben wohl schon weitere Kollegen, mit denen sie in Kontakt steht, ein zumindest ähnliches Fahrzeug bemerkt. Das Kennzeichen soll angeblich wechseln - ob es sich aber tatsächlich um das gleiche Fahrzeug oder gar die gleichen Täter handelt, ist unklar. Als Ursache dafür, weshalb insbesondere Landwirte Opfer der Diebstähle werden, vermutet Andrea Helmer die große Menge an Treibstoff in den Fahrzeugen, die schnell auch mal bis zu 200 Liter betragen kann.
Die Polizei mahnt davor, Maschinen nicht unsicher abzustellen
Grundsätzlich gelte Folgendes:
- Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich landwirtschaftlicher Anwesen, Maschinenhallen oder abgestellter Fahrzeuge feststellt, sollte sich Kennzeichen und Personenbeschreibungen einprägen beziehungsweise notieren und zeitnah die Polizei verständigen.
- Bei einer unmittelbar verdächtigen Situation sollte der Polizeinotruf 110 gewählt werden.
- Von einer eigenständigen Konfrontation mit verdächtigen Personen wird abgeraten.
Symbolbild: Pixabay
Symbolbild: O|N / Henrik Schmitt