Am Todestag von Franz von Assisi
800 Jahre Franziskus: Warum seine Gedanken bis heute nachwirken
Fotos: Marvin Myketin
26.08.2026 / FULDA -
Acht Jahrhunderte, zehn ausgewählte Texte und ein Heiliger, dessen Gedanken bis heute nachwirken: In der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars drehte sich am Dienstagabend alles um die franziskanische Spiritualität. Anlässlich des 800. Todestages von Franz von Assisi veranstalteten die Franziskaner gemeinsam mit der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars eine spirituelle Lesung. Dabei wurde schnell deutlich: Der Geist des Heiligen wirkt bis heute fort.
Franz von Assisi war der Begründer des katholischen Franziskanerordens und gilt als einer der populärsten Heiligen der Kirchengeschichte. Er lebte nach dem Vorbild Jesu Christi und inspirierte, bewegte und prägte damit zahlreiche Gläubige, Mystikerinnen und Sozialpioniere.
Texte sollen authentisch sein
"Unser Anliegen war es, heute nicht einfach nur Texte über franziskanische Spiritualität zu lesen, sondern ihnen auch möglichst viel Authentizität zu verleihen", betonte Dr. Alessandra Sorbello Staub, Leiterin der Bibliothek. "Und wer würde sich da besser eignen als Pater Cornelius von den Franziskanern des Frauenbergs?" Subjektiv, persönlich und zufällig
Um den Gästen einen besonderen Abend zu bieten, hatte man im Vorfeld zehn Texte aus acht Jahrhunderten ausgewählt. Keine leichte Aufgabe angesichts der Fülle an Werken, die dafür infrage kamen. "Dagegen scheint die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen tatsächlich ein Kinderspiel", äußerte Pater Cornelius schmunzelnd. "Die Auswahl der Werke ist sehr subjektiv, sehr persönlich und vielleicht auch ein wenig zufällig. Aber genau deswegen laden sie auch dazu ein, weiter zu graben." (Anna Weißenberger) +++