Mutter und Ersthelfer äußern sich
"Mama, hol mich bitte ab": Der letzte Anruf vor der schrecklichen Todesfahrt
Archivfoto: 5VISION.NEWS
26.08.2026 / NIDDA -
Vier Worte, die eine Mutter wohl nie wieder vergessen wird: "Mama, hol mich bitte ab!" Wenige Minuten später ist die 14-jährige Stella tot. Gemeinsam mit dem 15-jährigen Nikita stirbt sie bei dem schweren Unfall nahe Nidda (Wetteraukreis). Sechs weitere Jugendliche werden schwer verletzt. Seitdem ist nichts mehr wie vorher: Angehörige trauern, Freunde nehmen Abschied - und auch die Ersthelfer, die unmittelbar nach dem Crash um das Leben der Jugendlichen kämpften, können das Erlebte nicht vergessen.
Der Unfall ereignete sich am Mittwochmittag auf der L3185 bei Ober-Lais (einem Stadtteil von Nidda). Acht Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren saßen in einem Mazda CX-5. Nach bisherigen Ermittlungen kam der Wagen nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Anhänger vor einem Lkw für Markierungsarbeiten. Der 15-jährige Fahrer und Stella starben. Die sechs anderen Jugendlichen wurden schwer verletzt. Auch zwei Straßenarbeiter kamen verletzt ins Krankenhaus.
Stellas Mutter wartet vergeblich
Nur wenige Minuten zuvor hatte Stella ihre Mutter angerufen. Franziska sollte sie von der Schule abholen. Sie machte sich auf den Weg - doch Stella war inzwischen mit den anderen Jugendlichen ins Auto gestiegen. Irgendwann schaute Franziska auf den Handy-Standort ihrer Tochter. Der Punkt bewegte sich nicht mehr. "Ich habe schon befürchtet, sie sei entführt worden, weil sich ihr Standort nicht mehr verändert hat", sagte sie RTL."Wir wollten alle retten"
Vasilica und Ionel kamen ebenfalls kurz nach dem Unfall vorbei. Die beiden Brüder hielten an, liefen zum Fahrzeug und versuchten zu helfen. "Viele standen herum. Wir sind sofort aus unserem Auto raus und haben alles Menschenmögliche getan", berichteten sie der "Bild". Sie halfen dabei, Jugendliche aus dem Wagen zu holen. Für Stella und Nikita konnten sie nichts mehr tun. "Wir wollten alle retten, doch wir haben es nicht geschafft. Das zerbricht uns fast das Herz", sagten die Brüder. In Nidda erinnern inzwischen Blumen und Kerzen an die beiden Jugendlichen. Mehr als 150 Freunde und Angehörige kamen am Freitagabend zusammen. Für die betroffenen Familien wurden außerdem Spendenaktionen eingerichtet. Franziska spricht inzwischen öffentlich über ihre Tochter - und darüber, wie sie Stella in Erinnerung behalten möchte. "Sie hatte ein sehr großes Herz, versuchte immer all ihren Freunden zu helfen und hat sich dabei meist selbst vergessen", schrieb sie an RTL.