Benzin im Blut

80 Autos, 250 Besucher: Hönebach wird zum Treffpunkt der Schrauberszene

Drei Schrauber, rund 80 Fahrzeuge und etwa 250 Besucher: Das zweite Treffen von SaltymountainWorks zeigte, wie groß das einst kleine Hobbyprojekt inzwischen geworden ist.
Fotos: Philipp Apel

26.08.2026 / WILDECK - Drei junge Schrauber, jede Menge Leidenschaft und ganz viel Benzin im Blut: Was vor knapp fünf Jahren als kleine Idee und gemeinsames Hobby begann, ist für Marvin Mohr, Marian Mohr und Leonard Darmann aus Wildeck-Hönebach (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) längst zu einem festen Bestandteil ihres Alltags geworden - SaltymountainWorks.



Hinter dem Namen stehen Kfz-Meister Marvin Mohr, sein Bruder Marian Mohr, Land- und Baumaschinenmechatroniker, sowie Leonard Darmann. Das Trio verbindet vor allem eines: die Leidenschaft für Fahrzeuge, Motorsport und das gemeinsame Schrauben.

Namensgeber für SaltymountainWorks ist der nahegelegene Monte Kali, dessen markanter Salzberg sich vom Werratal bis ins Wildecker Land erstreckt. Aus einer anfänglichen Hobbyidee entwickelte sich über die Jahre eine feste Gemeinschaft, die mittlerweile weit über die eigene Werkstatt hinaus bekannt ist.

Auch in den sozialen Medien sind die drei aktiv. Auf Instagram, TikTok und Facebook geben sie regelmäßig Einblicke in ihr Hobby, präsentieren umgebaute Fahrzeuge, teilen ihr Fachwissen und sorgen dabei mit einer ordentlichen Portion Humor für Unterhaltung. Aus dem ursprünglichen Hobby ist damit längst ein Projekt geworden, das viele Menschen erreicht.

Zweites Treffen lockt zahlreiche Besucher nach Hönebach

Wie groß die Begeisterung rund um SaltymountainWorks mittlerweile ist, zeigte sich beim zweiten Autotreffen an der alten Straßenmeisterei in Wildeck-Hönebach. Zahlreiche Besucher fanden den Weg in das rund 800 Einwohner zählende Dorf. Neben zahlreichen umgebauten und besonderen Fahrzeugen sorgten vor allem die abendliche Lichtershow, Benzingespräche und die Musik von DJ Steilhoch 3 und P*tcher für eine besondere Atmosphäre. Für einige Stunden schien es, als würde das kleine Dorf im Kreis Hersfeld-Rotenburg aus seinem Schneewittchenschlaf erwachen.

Mit dabei waren auch die Eltern von Marvin und Marian Mohr. Ramona und Stefan Mohr unterstützen ihre Söhne und Leonard bei ihrem Vorhaben rund um SaltymountainWorks. Stefan Mohr selbst ist seit rund 40 Jahren im Bergbau tätig und hat die Begeisterung für Technik und Fahrzeuge offenbar an seine Söhne weitergegeben. Auch privat ist er PS-begeistert und fährt unter anderem einen BMW M4 Competition.

"Ich stehe hinter meinen Jungs - und das nicht nur bis abends in der Werkstatt", erzählt Ramona Mohr mit einem Lächeln. Als Mutter von drei mittlerweile erwachsenen Kindern kennt sie die Leidenschaft ihrer Söhne genau und steht hinter dem gemeinsamen Projekt. Auch Vater Stefan ist stolz auf die Entwicklung: "Über die Jahre sind sie gewachsen und selbst ich lerne heute noch von meinen Jungs", sagt er lachend, während er am Grill für die Besucher im Einsatz ist.

Mehr als nur ein Autotreffen

Was SaltymountainWorks besonders macht, ist nicht nur die Begeisterung für PS und umgebaute Fahrzeuge. Im Mittelpunkt stehen Gemeinschaft, Technik, gegenseitiges Lernen und vor allem die Freude am gemeinsamen Hobby. Das zweite Treffen zeigte eindrucksvoll, welche Entwicklung das Projekt in den vergangenen Jahren genommen hat. Mit rund 250 Besuchern und etwa 80 ausgestellten Fahrzeugen wurde aus der ursprünglichen Idee eines kleinen Treffens ein Event, das weit über Hönebach hinaus Interesse weckt.

Für die drei Schrauber ist damit klar: SaltymountainWorks soll weiter wachsen. Was einst mit einer kleinen Idee begann, ist heute ein fester Bestandteil der Hönebacher Schrauberszene - und ein Beispiel dafür, wie aus Leidenschaft, Freundschaft und einer guten Portion Benzin im Blut etwas Besonderes entstehen kann. (Philipp Apel) +++

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