Fünf Einsätze an einem Tag

Stromausfall, Kellerbrand, Gefahrgut: Feuerwehr trainiert für den Ernstfall

Beim Übungssamstag der Freiwilligen Feuerwehr Mittelkalbach wurden gleich fünf unterschiedliche Einsatzszenarien trainiert.
Fotos: Feuerwehr Mittelkalbach

25.08.2026 / KALBACH - Stromausfall, Kellerbrand, Gefahrgut und ein schwerer Verkehrsunfall: Beim diesjährigen Übungssamstag der Freiwilligen Feuerwehr Mittelkalbach (Landkreis Fulda) war nahezu das gesamte Einsatzspektrum gefragt. In fünf unterschiedlichen Szenarien trainierten die Einsatzkräfte realitätsnah für den Ernstfall und stärkten dabei vor allem die Zusammenarbeit mit weiteren Feuerwehren und Hilfsorganisationen.



Das Übungsspektrum war bewusst vielfältig angelegt. Zu Beginn wurde ein Stromausfall mit anschließender Inbetriebnahme der Notstromversorgung simuliert. Es folgte ein Einsatz an einer Verteilerstation, bei dem neben einer Rauchentwicklung auch ein Stromunfall und die Rettung einer Person angenommen wurden.

Alarm: Kellerbrand!

Bei einer weiteren Übung galt es, einen Kellerbrand mit Menschenleben in Gefahr zu bewältigen. Mehrere Personen wurden vermisst beziehungsweise waren durch den Brandrauch eingeschlossen. Die Einsatzkräfte mussten die Menschenrettung und Brandbekämpfung unter realitätsnahen Bedingungen durchführen und dabei eng mit dem Rettungsdienst zusammenarbeiten.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf einem Gefahrguteinsatz auf der Kreisabfalldeponie an der Büchenberger Straße. Dort wurden die Auslösung einer Gaswarnanlage sowie der Austritt von Schwefelwasserstoff angenommen. Mehrere Personen galten als vermisst. Die Einsatzkräfte mussten die besondere Gefahrenlage erkennen, die Einsatzstelle entsprechend absichern und die erforderlichen Maßnahmen zur Menschenrettung einleiten.

Ein gelungener Tagesabschluss

Den Abschluss des Übungstages bildete ein Verkehrsunfall mit einem von der Fahrbahn abgekommenen Pkw. Mehrere Personen waren im Fahrzeug eingeklemmt beziehungsweise verletzt. Hier standen insbesondere die technische Rettung und die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst im Mittelpunkt.

Neben der Freiwilligen Feuerwehr Mittelkalbach beteiligten sich die Freiwillige Feuerwehr Niederkalbach, die Malteser Kerzell sowie das DRK Eichenzell und Fulda an den Übungen. So konnte die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen unter möglichst praxisnahen Bedingungen trainiert werden.

Ein besonderer Dank gilt den Maltesern Petersberg für die professionelle Unterstützung bei der Realistischen Unfalldarstellung (RUD). Durch die realitätsnahe Darstellung von Verletzungen konnten die Einsatzkräfte zusätzlich gefordert und die Versorgung der Verletzten unter möglichst authentischen Bedingungen geübt werden.

Ein Dank an alle Helfer

Die Feuerwehr Mittelkalbach bedankt sich außerdem bei OsthessenNetz, den Firmen Damian Werner und Schrimpf, der Kreisabfalldeponie sowie Jonas Mack und Luca Heil für ihre Unterstützung. Durch die Bereitstellung und Nutzung der jeweiligen Örtlichkeiten konnten die Übungsszenarien unter realistischen Bedingungen durchgeführt werden.

Regelmäßige gemeinsame Übungen sind ein wichtiger Bestandteil der Einsatzvorbereitung. Sie ermöglichen es den beteiligten Einsatzkräften, Abläufe zu trainieren, Erfahrungen zu sammeln und die Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg zu festigen. Denn wenn es im Ernstfall darauf ankommt, müssen die Handgriffe sitzen und die Zusammenarbeit funktionieren. (pm/Constantin von Butler) +++

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