Pumpen laufen rund um die Uhr
Der Wassernotstand bleibt bestehen! Ein paar Regentage reichen nicht aus
Archivfoto: O|N/Carina Jirsch
25.08.2026 / REGION FD -
Ein paar Regentage reichen nicht: Trotz der Niederschläge bleibt die Trinkwasserversorgung in Teilen des Landkreises Fulda angespannt! Die Grundwasserstände sind weiterhin sehr niedrig, ein Brunnen in der Fulda-Aue ist zeitweise sogar trockengefallen. Die Gefahrenabwehrverordnungen in Fulda, Petersberg, Eichenzell und Ebersburg bleiben deshalb bestehen - und damit auch zahlreiche Einschränkungen beim Wasserverbrauch.
Wie ernst die Situation ist, hatte sich bereits beim Ausrufen des Trinkwassernotstands gezeigt. OSTHESSEN|NEWS hatte sich damals gemeinsam mit Vertretern der RhönEnergie und der Gemeinde Petersberg vor Ort getroffen, um über die Ursachen, die Auswirkungen und die notwendigen Sparmaßnahmen zu sprechen. Nun zeigt sich: Eine echte Entwarnung gibt es weiterhin nicht.
Auf die RhönEnergie ist Verlass!
"Die Pumpen der RhönEnergie-Gruppe zu Grundwasserförderung laufen nach wie vor nahezu rund um die Uhr", berichten die RhönEnergie-Geschäftsführer Martin Heun und Dr. Arnt Meyer. Sie erklären: "Die Grundwasservorräte sind stark beansprucht, die Pegelstände weiterhin sehr niedrig. Die vielen trockenen Monate und die heißen Wochen haben deutliche Spuren in den Wasserreserven im Erdreich hinterlassen. Die RhönEnergie verzeichnet deshalb weiterhin eine sehr angespannte Grundwassersituation. Ein Brunnen in der Fulda-Aue ist sogar vorübergehend trockengefallen." Zeigen sich schon erste Wirkungen?
Der von den vier Kommunen ausgerufene Wassernotstand und die Sparanstrengungen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Betriebe zeigen erste Wirkung. Gegenüber den Vorwochen konnte der Wasserverbrauch durch Einsparungen um rund fünf Prozent reduziert werden. Auch die niedrigeren Temperaturen wirken sich positiv auf den Wasserverbrauch aus. Das ist ein gutes Zeichen, reicht jedoch noch nicht aus. Hinzu kommt, dass in dieser Woche viele Unternehmen nach der Sommerpause ihre Produktion und damit auch ihren Wasserverbrauch wieder hochfahren.Deshalb appellieren die Rathauschefs und die RhönEnergie weiterhin mit Nachdruck an alle Bürgerinnen und Bürger sowie an die Unternehmen: Bitte lassen Sie bei Ihren Sparanstrengungen nicht nach! An die privaten Haushalte: Bitte verzichten Sie insbesondere auf die Bewässerung von Gärten und verbrauchen Sie auch im Haushalt so wenig Wasser wie möglich. An die Unternehmen: Bitte prüfen Sie, an welchen Stellen in Ihren betrieblichen Abläufen auf den Einsatz von Wasser verzichtet oder der Verbrauch reduziert werden kann. Jeder eingesparte Liter hilft, die derzeit angespannte Situation zu bewältigen. (Constantin von Butler/pm) +++