Wasserentnahmeverbot bleibt bestehen

Tropfen auf den heißen Stein: Situation der Gewässer weiterhin kritisch

Die Böden im Landkreis Fulda sind weiterhin zu trocken, das Wasserentnahmeverbot bleibt weiterhin bestehen
Fotos: Marvin Myketin

25.08.2026 / REGION FD - Wochenlang Hitze und Trockenheit, nun ist es endlich etwas kühler geworden und in einigen Ortslagen im Landkreis Fulda gab es auch viel Niederschlag. Doch bis sich die zum Teil komplett trockengefallenen Gewässer in der Region erholt haben und der Grundwasserspiegel steigt, wird es noch einige Zeit dauern – vermutlich mehrere Monate. Das Verbot zur Wasserentnahme aus Oberflächengewässern im Landkreis Fulda bleibt weiterhin bestehen.


Da ein einfacher Appell nichts mehr brachte, wurde der Trinkwassernotstand ausgerufen. OSTHESSEN|NEWS berichtete. Für Bürgerinnen und Bürger brachte das Wasserentnahmeverbot zahlreiche Einschränkungen mit sich. Zwar kühlte es in der letzten Woche deutlich ab und regnete auch, jedoch sind die Böden noch viel zu trocken, um die Wassermengen aufnehmen zu können.

Dass der Grundwasserspiegel und die Gewässerpegel im Landkreis Fulda nach wie vor zu niedrig sind, liegt nicht nur daran, dass der Sommer zu trocken ist und der Regen bisher zu wenig ergiebig war. Denn das Sommerhalbjahr ist für den Grundwasserspiegel weniger entscheidend als das sogenannte hydrologische Winterhalbjahr, also der Zeitraum von November bis Ende April.

In dieser Zeit ruht die Vegetation, und die Verdunstung ist geringer als im Sommerhalbjahr. Somit kann das Niederschlagswasser zum großen Teil versickern. Bei ausreichend Niederschlag steigen dann die Grundwasserstände in der Regel wieder an. Im letzten Winterhalbjahr 2025/2026 gab es in Hessen allerdings viel zu wenig Niederschläge.

Gemessen wurden 259 mm Niederschlag pro Quadratmeter über das 6-monatige Winterhalbjahr. Von diesen 259 mm gelangt längst nicht alles ins Grundwasser: Ein Teil verdunstet, wird von Pflanzen aufgenommen, fließt oberirdisch ab oder verbleibt im Boden. Zum Vergleich: In den Jahren 1991 bis 2020 lag das langjährige Mittel bei 357 mm.

Zur aktuellen Situation der Gewässer in Hessen informiert das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) umfangreich auf seiner Webseite.

Wasserwirtschaftliche Monatsberichte: https://www.hlnug.de/themen/wasser/berichte/monatsberichte

Informationen zur Niedrigwassersituation: https://www.hlnug.de/themen/wasser/niedrigwasser

Weitere Pegeldaten aus dem Starkregenfrühalarmsystem des Landkreises Fulda: https://www.starkregen.de/

Wasserentnahme bleibt untersagt

Nach dem sehr trockenen Winterhalbjahr und zusätzlich dem trockensten Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 sind die Pegelstände in ganz Hessen und im Landkreis Fulda also nach wie vor sehr niedrig. Die Allgemeinverfügung, die das Entnehmen und Ableiten von Wasser aus oberirdischen Gewässern (Bäche, Flüsse, Seen) im Landkreis. (pm/fw) +++




Archivbild: O|N/Gerhard Manns

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