Ostrock küsst Schlossbiergarten

Musikalische Ostalgie in toller Atmosphäre und bei angenehmen Temperaturen

Bandsalad ostrockte den Homberger Schlossbiergarten
Fotos: goa

22.08.2026 / HOMBERG (OHM) - Ein Trio der handverlesenen Art spielt großartige Musik an einem großartigen Ort – so könnte die Kurzformel des begeisterten Publikums im prächtig gefüllten Homberger Schlossbiergarten lauten. Die Alsfelder Formation Bandsalad konzertierte mit ihrem "Ostrock im Westsound" im Homberger Schlossbiergarten. Alle pessimistischen Wetterprognosen waren vergessen: kein Tropfen trübte die Stimmung bei angenehmen Temperaturen.



Bandleader Jürgen Litzka am Bass und seine idealen Mitstreiter Dennis Dietrich am Schlagzeug und Niko Seim an der Gitarre zogen musikalisch wieder alle Register, und die Schlosspatrioten hatten passend zur Bandsalad-interpretierten Ost-Musik von den Puhdys, Karat, City, Ute Freudenberg und Gundermann plus Udo Lindenberg, Wolf Maahn und natürlich Westernhagens "Freiheit" auch kulinarisch den Osten herbeigezaubert. Dementsprechend gab es Spreewaldgurken und die Bratwürstchen waren "Thüringer Art", dazu wurde Bautzner Senf gereicht. Dass dann auch noch gleich drei Trabis zu bestaunen waren, rundete das Gesamt-Ostalgie-Erlebnis ab. Den optischen Knüller steuerte der gebürtige Oberwiesenthaler Jens Nestler aus Nieder-Ohmen mit seinem rot-weißen, bildhübschen Trabant 600, Baujahr 1963 bei. "Der fährt noch wie Lotte, aber nur als Hobby-Mobil", so Nestler nicht ohne Stolz.

Wobei: die "optische Goldmedaille" muss sich der Trabi mit der unglaublich schönen Beleuchtung des Schlossbiergartens und der Schlossfassade teilen– eine tolle Phase, wenn die Dämmerung allmählich das Tageslicht vertreibt und die stimmungsvolle Beleuchtung den Biergartenabend zu einem Feiertag macht. Kurzum: Augen, Ohren, Gaumen und Seele wurden bestens verwöhnt. Auffällig: Viele Gäste waren ganz offenkundig gerade wegen der einzigartigen Bandsalad-Musik gekommen. "Das hat mächtig Spaß gemacht, vor diesem Publikum zu spielen – sie waren sehr textsicher und haben getanzt und die Lieder abgefeiert", gab das Trio nach dem Schlussakkord zu Protokoll. Dass ein besonderes Lied den Schlusspunkt bildete und einiges an Gänsehaut produzierte, ist längst Ritual: "Was bleibt (sind Freunde im Leben)" von den Puhdys.

Den letzten Biergarten der 2026er Saison öffnen die Schlosspatrioten am 19. September: Dann spielt die regional angesagte Band Pink Moon, die Funk-, Soul- und Rock-Klassiker sowie eigene Songs zum Besten geben wird. Natürlich wieder bei freiem Eintritt für eine Hutspende. (goa)+++

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