Rätsel am Nachthimmel

Aufregung und Verwirrung: Vor genau 30 Jahren sorgte ein "UFO" für Aufsehen

Verirrte sich vor genau 30 Jahren ein UFO über Romrod?
Symbolbilder: Pixabay

20.08.2026 / ROMROD - Es war Mitte August 1996, als sich über Romrod (Vogelsbergkreis) offenbar Ungewöhnliches am Nachthimmel abspielte. Mehrere Bürger berichteten damals von einer leuchtenden Erscheinung. "Sah aus wie ein UFO", erzählte ein Augenzeuge. Ein anderer wollte das Objekt rund acht Minuten lang beobachtet haben - ungefähr so groß und hell wie der Mond. Es sei rasant nach oben gestiegen, hieß es. Für einige Beobachter war klar: Das war kein Flugzeug.



Nur wenige Tage später war das Rätsel gelöst - und die Erklärung deutlich weniger spektakulär. Während eines Spaziergangs entdeckte ein Mann im Wald bei Liederbach einen zusammengeknitterten, feuchten und schmutzigen Papierballon. Mit einem Durchmesser von etwa 1,5 Metern, rot-weißen Papierbahnen und einer kleinen Blechwanne darunter war es ein Spielzeug-Heißluftballon, der damals für 38,50 Mark zu bekommen war. Hinweise in der Wanne ließen vermuten, dass etwas verbrannt worden war, um den Ballon steigen zu lassen.

Zur gleichen Zeit ging ein Anruf eines Unbekannten ein. Der Anrufer sagte, er habe genau einen solchen Spielballon erworben. Als es in der Nacht aufstieg, hatte sich das Gefährt jedoch losgerissen und war weggeflogen. Was für mehrere Romröder zunächst wie ein UFO aussah, stellte sich als ein ganz gewöhnliches Spielzeug heraus - und es ist eine kleine Erinnerung daran, wie schnell ein unbekanntes Licht am Himmel für Aufregung sorgen kann.

Seit 2009 sind solche Ballons, genau wie sogenannte Himmelslaternen, verboten. In der Silvesternacht von 2019 auf 2020 verursachten illegale Himmelslaternen einen verheerenden Brand im Affenhaus des Krefelder Zoos. Danach wurden auch der Verkauf und der Import verboten. (fw) +++

Am Ende stellte es sich heraus, dass es nur eine Art Himmelslaterne ist, die mittlerweile in Deutschland verboten sind.

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