Zwischen Franziskanern und Antonius

"Dankbar und froh": Frauenberg feiert zehn Jahre gelebte Kooperation

Unter dem Motto "dankbar und froh" feierte der Hoch‑oben‑Gottesdienst am Dienstagabend auf dem Frauenberg das zehnjährige Miteinander von Franziskanern und Antonius.
Fotos: Rene Kunze

19.08.2026 / FULDA - Unter dem Motto "dankbar und froh" feierte der Hoch‑oben‑Gottesdienst am Dienstagabend auf dem Frauenberg das zehnjährige Miteinander von Franziskanern und Antonius. Gemeinsam blickten die Beteiligten auf ein Jahrzehnt der Kooperation zurück - und zugleich hoffnungsvoll nach vorn.



Gestaltet wurde der Gottesdienst von Bruder Othmar, Mitarbeitenden des Frauenbergs, ehrenamtlich Engagierten und dem Verein Freunde des Frauenbergs. Die musikalische Gestaltung übernahm die Schola Neuenberg. Schon beim Ankommen wurden die Besucherinnen und Besucher auf das Thema eingestimmt: Mitarbeitende des Klostergartens hatten rund 250 Blumen gebastelt und verteilten sie an die Gäste.

Menschen über ihre Geschichten

Blumen spielten auch in der ersten Aktion des Gottesdienstes eine Rolle. Zehn Menschen aus unterschiedlichen Bereichen waren eingeladen, in einem Wort oder einem kurzen Satz zu sagen, wofür sie dankbar sind. Ein Jugendlicher bedankte sich zum Beispiel für einen Ausbildungsplatz am Frauenberg, ein Nachbar für den besonderen Herzensort, den der Frauenberg für ihn und seine Familie darstellt. Anschließend steckte jeder eine Blume in eine Vase.

Natürlich war an diesem Abend auch die Geschichte der Kooperation Thema. Pater Thomas räumte ein, dass die Zusammenarbeit zwischen antonius und den Franziskanern schon viel älter ist als zehn Jahre – nämlich beinahe 120 Jahre. Pater Cornelius erläuterte die Idee hinter der Kooperation: Da die Franziskaner den Erhalt dieses Ortes nicht mehr alleine stemmen konnten, baten sie Antonius um Unterstützung. So begann der gemeinsame Weg. Swen Friedrich aus der Geschäftsführung von antonius blickte darauf, was sich in den vergangenen zehn Jahren auf dem Frauenberg verändert hat, und auf die drei Wörter, die in dieser Zeit prägend waren: geistlich, gastlich, inklusiv. Bruder Othmar fasste die Gedanken zusammen und appellierte mit Blick auf die Zukunft: "Habt Mut, fangt an!" Dann werde ich diesen Weg weitergehen.

Gelegenheit, auf das Gewachsene zurückzublicken

Die Besucherinnen und Besucher wurden eingeladen, ihre zu Beginn erhaltene Blume nach vorne zu bringen und vor dem Altar abzulegen. In der Stille konnten sie dabei an Menschen, Erlebnisse und Dinge denken, für die sie dankbar sind. Das Schlusswort des Gottesdienstes sprach Christoph Jestädt von den Freunden des Frauenbergs. Er verglich den Frauenberg mit einer Lieblings-WG, zu der man gerne geht und wo man immer ein offenes Ohr findet. Er bedankte sich bei allen beteiligten Akteuren und wies dabei auch auf das Bistum und die Stadt Fulda als wichtige Partner hin.

Mit dem Hoch-oben-Gottesdienst wurde diesmal ein besonderes Jubiläum der fruchtbaren Zusammenarbeit gewürdigt. Seit zehn Jahren gestalten Franziskaner und antonius gemeinsam das Leben auf dem Frauenberg. Sei es durch die Schaffung von 100 Arbeitsplätzen für Menschen mit und ohne Behinderung, durch Veranstaltungen und Angebote für die Fuldaer Bürgerschaft oder die Aufwertung und Pflege dieses historischen Ortes. Der Abend bot Gelegenheit, auf das Gewachsene zurückzublicken, den vielen Beteiligten zu danken und mit Zuversicht nach vorne zu schauen.

Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Besucherinnen und Besucher bei Essen und Getränken zur Begegnung eingeladen und dazu, sich die Hinweistafeln anzuschauen, die anlässlich des Jubiläums aufgestellt wurden und einen Einblick in die Geschichte der Kooperation geben sollen. (mis/pm) +++

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