Am Sonntag wird gewählt

Bürgermeisterwahl in Wartenberg: Kandidat Norbert Wienold im Gespräch

Norbert Wienold will Bürgermeister in Wartenberg werden
Fotos: Moritz Pappert

27.08.2026 / WARTENBERG - Die Gemeinde Wartenberg (Vogelsbergkreis) bekommt einen neuen Bürgermeister. Das steht schon mal fest. Wer es wird, ist noch unklar. Klar ist aber: Amtsinhaber Olaf Dahlmann (SPD) wird nicht mehr antreten. Seine Nachfolge für die Wahl am 30. August streben nun Norbert Wienold (parteilos) und Karsten Ittmann (parteilos) an. Wir stellen die Kandidaten vor. Heute: Norbert Wienold.



Es war eine Entscheidung in letzter Minute: Der Wartenberger Bürgermeisterkandidat Norbert Wienold (57) hat sich kurz vor Ende der Frist für das Amt des Bürgermeisters beworben. "Ich wusste nicht, dass der amtierende Bürgermeister zurücktritt. Und ich habe erst sehr spät erfahren, dass die anderen Kandidaten, die sich aufstellen lassen wollten, alle abgesprungen sind", erklärt Wienold. Als er das hörte, habe er gedacht: "Der Bürger muss eine Wahl haben." Also bewarb er sich.

Der 57-Jährige sagt über sich: "Ich bin ein ehrlicher und offener Mensch und übernehme gerne Verantwortung." Dabei ist Wienold noch nie politisch aktiv gewesen. Er ist gelernter Elektroinstallateur, war 32 Jahre lang Lokführer und arbeitet seit vier Jahren als Sachbearbeiter bei einer Krankenkasse.

Kein Versprechen, das er nicht halten kann

Was Wienold von Beginn an klar macht: Er verspricht nichts, was er nicht halten kann. "Lieber erledige ich was und sage dann: Das haben wir geschafft. Ich kann mich nicht hinstellen und sagen, ich mach das – und nachher sagen: Tut mir leid, war nicht möglich." Auf seinen Plakaten steht deshalb nur, was er wirklich meint: "Mit Ehrlichkeit und Verantwortung." Einfach einer, der anpacken will.

Glasfaser, Gebäude, Grundsteuer

Konkrete Missstände hat Wienold bei seinen Haustürgesprächen gesammelt. Besonders die Hinterlassenschaften des Glasfaserausbaus ärgern ihn: "Die Firma TNG macht seit drei Jahren die Löcher zu. Das liegt seit drei Jahren zum Teil offen. Da ist wirklich Handlungsbedarf." Außerdem habe die Gemeinde Grundstücke und Gebäude, die dringend in Angriff genommen werden müssten. "Bevor sie kaputtgehen", sagt Wienold.

Und beim Thema Finanzen ist seine Prämisse klar: Grundsteuer, Wasser- und Abwasserkosten sollen so wenig wie möglich steigen. "Ich will nicht unnötig Geld aufwenden. Ich will mit dem Geld, was vorhanden ist, die Kosten für die Gemeinde so gering wie möglich halten." Generell will er Treffpunkte schaffen, Zusammenhalt fördern und dafür sorgen, dass Wartenberg lebenswert bleibt – für alle Generationen.

Seinen Wahlaufruf formuliert er schlicht und direkt: "Weil ich ein ehrlicher Mensch bin und gerne Verantwortung übernehme." (Moritz Pappert) +++

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