Eine Mauer mitten durchs Leben
Film-Promis und 200 Besucher: Abschluss des Point-Alpha-Sommerkinos
Fotos: Wolfgang Weber
18.08.2026 / RASDORF/GEISA -
Wie erinnert man am besten an den Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961? Wohl am ehesten, indem man sich mit dem Fall dieser Mauer im November 1989 beschäftigt. Genau dies hat die Point Alpha Stiftung zum Abschluss des diesjährigen Sommerkinos im US-Camp getan.
Mit Andrea Ballschuh und Boris Aljinović waren zwei prominente Akteure aus der Filmbranche zu Gast, die den rund 200 Besuchern ihre Erlebnisse rund um das Leben mit der Grenze und das Wunder der Wiedervereinigung schilderten.
Für Boris Aljinović war die Mauer Teil des alltäglichen Lebens, die man im Westen der Stadt als gegeben hingenommen hat. Er begriff West-Berlin als zwar abgegrenzte, aber experimentelle Insel. Das Leben als Jugendlicher und junger Erwachsener empfand er als sehr offen und er konnte sich künstlerisch frei ausleben. Aljinović ist gefragter Schauspieler und bekannt unter anderem für seine ehemalige Rolle als Berliner Tatort-Kommissar an der Seite von Dominik Raacke. Beide Gäste wünschen sich aktuell mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft und plädieren für einen optimistischeren Blick in die Zukunft, für die man sich persönlich immer wieder einsetzen müsse.
Nach fünf erfolgreichen Vorstellungen war dies ein gelungener Abschluss für das Point-Alpha-Sommerkino 2026. Der Vorstand der Point Alpha Stiftung mit Benedikt Stock und Philipp Metzler bedankt sich bei allen Helfern, Organisatoren und natürlich bei den treuen Filmfreunden, die so zahlreich zu den Filmabenden erschienen sind sowie bei der Bundesstiftung Aufarbeitung für die Kooperation und dem Black Horse Inn für die Verpflegung. Die Vorbereitungen für das Sommerkino 2027 laufen bereits und das Point-Alpha-Team freut sich auf die Filmsaison 2027. (pg/pm) +++