68 Prozent im MKK, 80 Prozent in Fulda

Ausbildungs-Kick fehlt? Großteil der Arbeitslosen unter 25 ohne Berufsabschluss

Der Großteil der Arbeitslosen hat keine Berufsausbildung, dabei sind vor allem im Bau- und Handwerkergewerbe noch Ausbildungsplätze frei.
Foto: IG BAU Hessen-Mitte

18.08.2026 / REGION - Es ist nie zu spät: Wer jetzt noch eine Berufsausbildung sucht, hat gute Chancen. Insgesamt bieten die Betriebe im Main-Kinzig-Kreis noch 392 und im Landkreis Fulda noch 533 Ausbildungsplätze. Darauf weist die IG Bau Hessen-Mitte hin und beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur.



Das Spektrum der freien Ausbildungsplätze sei breit. "Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen. Denn mit einer Ausbildung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufsleben lang macht, in der Regel sicherer und vor allem auch deutlich besser bezahlt", sagt Gernot Sattler. Der Vorsitzende der IG BAU Hessen-Mitte rät allen ohne Berufsausbildung, sich "doch noch den Ausbildungs-Kick zu geben".

Betriebe stellen selbst im Oktober noch ein

Immerhin haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Hessen rund 215.000 junge Erwachsene im Alter von 20 bis 34 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung und keinen Ausbildungsplatz. Und 80 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren im Main-Kinzig-Kreis sowie 68 Prozent im Kreis Fulda haben nach Angaben der Arbeitsagentur keinen Berufsabschluss. Gerade ihnen rät die IG BAU Hessen-Mitte, sich noch einmal auf dem Ausbildungsmarkt umzusehen. "Jetzt im August und September starten die Ausbildungen. Aber selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein", so Gernot Sattler. Die IG BAU Hessen-Mitte rät Interessierten, eine Berufsberatung zu nutzen.

Eine gute Adresse, um sich zu orientieren, sei dabei die Jugendberufsagentur (JBA): www.servicestelle-jba.de. Außerdem seien auch bei der Arbeitsagentur gute Tipps zu bekommen – vor Ort oder digital: www.arbeitsagentur.de/bildung. Das direkte Beratungsgespräch lohne sich immer, so die Gewerkschaft.

"Außerdem gilt: Mutig auf die Betriebe zugehen. Wer direkt nachfragt, holt oft auch etwas für sich heraus – ein Praktikum, vielleicht aber auch einen Ausbildungsplatz. Wichtig ist, dabei Firmen auszusuchen, die fair ausbilden und bezahlen. Unternehmen also, bei denen es auch einen Tarifvertrag gibt", rät Sattler. Wer einen Ausbildungsplatz suche, für den zähle vor allem der Beruf. Aber auch die Ausbildungsqualität und die Perspektiven, die der Betrieb nach der Ausbildung biete, seien wichtig. (pg/pm) +++

Die Agentur für Arbeit kann bei der Jobsuche helfen.
Archivfoto: O|N / YoWe

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