Hilfe für die Eifel
Einsatz über Landesgrenzen hinweg: Feuerwehr Mücke hilft im Hürtgenwald
Symbolfoto: O|N/Andreas Bejm
18.08.2026 / MÜCKE/DÜREN -
Hinter drei Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Mücke (Vogelsbergkreis) liegt ein außergewöhnliches Wochenende: Über zwei Tage hinweg unterstützten sie die Einsatzkräfte beim Waldbrand im nordrhein-westfälischen Hürtgenwald (Kreis Düren), der als größter Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens seit Beginn der amtlichen Datenerfassung gilt.
Am Freitag machten sich die drei Feuerwehrleute, die dem Katastrophenschutz-Trupp der Feuerwehr Mücke angehören, mit einem Logistikfahrzeug auf den Weg nach Homberg (Ohm)-Haarhausen. Dort luden sie bei einem privaten Anbieter sechs Behälter mit insgesamt 6.000 Litern RetStop auf. Dabei handelte es sich um einen retardierenden Löschmittelzusatz, der zur Bekämpfung und Eindämmung von Vegetations-, Wald- und Flächenbränden eingesetzt wird.
Überörtliche Hilfe gehört zum Feuerwehralltag
Feuerwehren unterstützen sich im Rahmen der gegenseitigen Hilfeleistung regelmäßig über Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinweg. Einsätze innerhalb Hessens gehören für viele Einsatzkräfte zum Alltag. Unterstützungseinsätze in anderen Bundesländern sind dagegen deutlich seltener. "Das ist ein besonderer Einsatz, da sich die Einsätze meist auf Hessen beschränken", erklärte Johannes Kaus, Pressewart der Feuerwehr Mücke. Waldbrandkonzept des Landes Hessen
Im landesweiten Waldbrandkonzept nimmt der Vogelsbergkreis grundsätzlich die gleiche Rolle ein wie die übrigen hessischen Landkreise. Grundlage dafür ist die Vorgabe, dass jeder Landkreis beziehungsweise jede Gebietskörperschaft entsprechende Katastrophenschutzeinheiten vorhält. Dazu gehören unter anderem Gerätewagen-Logistik für Hochwasserlagen (GW-L Hochwasser) sowie Gerätewagen-Logistik Katastrophenschutz (GW-L KatS), die für unterschiedliche Einsatzszenarien bereitstehen. Feuerwehr Lauterbach mit besonderer Ausstattung
Eine besondere Bedeutung kommt innerhalb des Vogelsbergkreises der Feuerwehr Lauterbach zu. Dort ist ein Abrollbehälter Waldbrand stationiert. Nach Angaben des Landes gehört er zu nur drei vergleichbaren Systemen in Hessen. Der Abrollbehälter verfügt über die notwendige Ausrüstung, um die Wasseraufnahme und den Wasserabwurf durch Hubschrauber bei Waldbränden zu unterstützen. Dadurch können auch schwer zugängliche Waldgebiete effektiv aus der Luft bekämpft werden. (jk) +++