9,7 Millionen-Invest

42 Wohnungen errichtet: Bezahlbarer Wohnraum auf dem ehemaligen Sportplatz

Mit Fördermitteln des Landes Hessen und des Main-Kinzig-Kreises sind an der Eichenheege in Dörnigheim 42 bezahlbare Wohnungen entstanden. Landrat Thorsten Stolz, Bürgermeisterin Monika Böttcher und MIG-Geschäftsführer Daniel Schächtele (von links) besichtigten gemeinsam die beiden bereits bezogenen Mehrfamilienhäuser.
Fotos: Stadt Maintal

18.08.2026 / MAINTAL - Ein bezahlbares Zuhause auf dem ehemaligen Sportplatz – so ließe sich das Wohnbauprojekt an der Eichenheege in Dörnigheim zusammenfassen. Dort ist mit der Konversion des ehemaligen Fußballplatzes ein Wohngebiet entstanden. Unter anderem wurden 42 Wohnungen für niedrige und mittlere Einkommen realisiert. Möglich wurde der günstige Mietpreis durch eine öffentliche Förderung durch den Main-Kinzig-Kreis und das Land Hessen. Mittlerweile sind alle Wohnungen bezogen bzw. vergeben.



Wohnraum ist im Rhein-Main-Gebiet knapp. Es fehlt vor allem an bezahlbarem Wohnraum. Auch Maintal gehört zu den rund 50 Kommunen in Hessen mit angespanntem Wohnungsmarkt. Unter Federführung der stadteigenen Maintal-Immobilien-Gesellschaft (MIG) und mit öffentlichen Fördermitteln steuert die Stadt deshalb – wo immer möglich – dagegen. So sind jüngst im Neubaugebiet Eichenheege 42 Sozialwohnungen entstanden.

Die Baukosten in Höhe von 9,7 Millionen Euro unterstützte der Main-Kinzig-Kreis mit knapp 1,4 Millionen Euro aus seinem Wohnraumförderprogramm. Vom Land Hessen gab es einen Förderkredit in Höhe von rund 6,3 Millionen Euro und einen Finanzierungszuschuss in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

Projekt hat sich stark weiterentwickelt

Nach dem Spatenstich im Juni 2024 sind zwei moderne Mehrfamilienhäuser mit 28 und 14 barrierefreien Wohnungen entstanden - davon 18 Vier-Zimmer-, elf Drei-Zimmer- und 13 Zwei-Zimmer-Wohnungen mit Balkon oder Terrasse. Die Wohnungen sind über einen Aufzug barrierefrei erreichbar und haben entweder einen Balkon oder eine Terrasse. Zudem erfüllen die Gebäude die aktuellen Energiestandards, nutzen erneuerbare Energie und stärken durch eine Dachbegrünung das Mikroklima. Die Dächer der Gebäude sind großflächig mit Photovoltaik belegt und das anfallende Niederschlagswasser wird für die Gartenbewässerung sowie für die Toilettenspülungen verwendet.

Das Belegungsrecht für die Sozialwohnungen hat die Stadt Maintal. Sie vergibt diese auf Grundlage der Registrier- und Vergaberichtlinien der Stadt Maintal für öffentlich geförderte Wohnungen. So sind beispielsweise Empfänger von Wohngeld oder Grundsicherungsleistungen per se anspruchsberechtigt. Bei niedrigen und mittleren Einkommen wird das Einkommen anhand der gesetzlichen Vorgaben des Hessischen Wohnraumfördergesetzes (HWoFG) geprüft. Werden die Einkommensgrenzen zu einem späteren Zeitpunkt überschritten, wird eine Fehlbelegungsabgabe erhoben. Die Registrier- und Vergaberichtlinien für öffentlich geförderte Wohnungen in der Stadt Maintal sind unter www.maintal.de/sozialer-wohnungsbau einsehbar.

"Mit dem Neubaugebiet an der Eichenheege sorgen wir für eine leichte Entlastung auf dem Wohnungsmarkt. Vor allem aber geben wir Menschen eine Wohnperspektive, die sich frei finanzierte Wohnungen in Maintal nicht leisten können. Schließlich soll unsere Stadt ein Zuhause sein für Menschen in allen Lebensphasen mit unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten. Eine gute Alters- und Sozialdurchmischung macht ein Quartier lebendig und schafft die Grundlage für ein starkes Miteinander", sagte Bürgermeisterin Monika Böttcher bei einem Vor-Ort-Termin gemeinsam mit Landrat Thorsten Stolz und MIG-Geschäftsführer Daniel Schächtele. Im Quartier sind zudem Eigentumswohnungen im Bau, die allesamt schon verkauft sind.

"Bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen, zählt zu den größten Herausforderungen – vor allem in Ballungsräumen wie dem Rhein-Main-Gebiet. Mit dem Wohnraumförderprogramm haben wir ein Instrument geschaffen, um dem entgegenzuwirken. Mit der Förderung solcher Bauprojekte schaffen wir Wohnraum für Menschen, die auf dem freien Wohnungsmarkt oft nur schwer eine passende Wohnung finden", unterstreicht Landrat Thorsten Stolz.

Seit der Konversion des ehemaligen Sportplatzes sind auf dem rund 2,8 Hektar großen Areal 144 neue Wohneinheiten entstanden – neben den 42 Sozialwohnungen zusätzlich 58 Eigentumswohnungen, sechs Einfamilien- und vier Doppelhäuser, sowie weitere acht Doppelhaushälften und 22 Reihenhäuser. (pg/pm) +++

Mit Fördermitteln des Landes Hessen und des Main-Kinzig-Kreises sind an der Eichenheege in Dörnigheim 42 bezahlbare Wohnungen entstanden. Landrat Thorsten Stolz, Bürgermeisterin Monika Böttcher und MIG-Geschäftsführer Daniel Schächtele (von links) besichtigten gemeinsam die beiden bereits bezogenen Mehrfamilienhäuser.

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