Neue Erkenntnisse zur tödlichen Gewalttat
Schockierendes Familiendrama in Engelhelms: Sohn attackiert seine Eltern
Archivfotos: Marvin Myketin / Christian P. Stadtfeld
17.08.2026 / KÜNZELL -
Was war passiert? Gegen 11 Uhr war am Samstag der Notruf eingegangen. Polizei, Rettungsdienst und Notarzt - auch der ADAC-Rettungshubschrauber "Christoph 28" - eilten nach Engelhelms. Für den 72-Jährigen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Seine Ehefrau wurde ebenfalls verletzt. Neue Informationen zu ihrem Gesundheitszustand zeigen: Sie trug bei dem Angriff glücklicherweise keine lebensbedrohlichen Verletzungen davon. Der - wie nun bestätigt wurde - Sohn der beiden soll auf seine Eltern "mit massiver Gewalt" eingewirkt haben. Die Polizei nahm ihn wenig später widerstandslos fest. Der 46 Jahre alte Tatverdächtige ist am Sonntagnachmittag dem Haftrichter am Amtsgericht Fulda vorgeführt worden und befindet sich derzeit in U-Haft.
Mutter ist einzige Augenzeugin
Trotz allem sind viele Details zum Tatgeschehen weiterhin ungeklärt. Die 67‑jährige Mutter des Beschuldigten gilt nach Angaben der Staatsanwaltschaft als einzige Augenzeugin. Sie erlitt eine schwere Augenverletzung, war jedoch zu keinem Zeitpunkt in Lebensgefahr. Eine Vernehmung sei derzeit nicht möglich - ob sie später überhaupt aussagen wird, bleibt offen. Als Mutter des Tatverdächtigen hat sie ein Zeugnisverweigerungsrecht. Die medizinische Behandlung steht für die Staatsanwaltschaft im Vordergrund. Die Ermittler hoffen dennoch, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt schildern kann, was in der Wohnung geschah. Der Beschuldigte selbst schweige bislang. Ob psychische Probleme, Alkohol oder andere Beeinträchtigungen eine Rolle gespielt haben könnten, kommentierte Andreas Hellmich nicht - das spiele laut dem Staatsanwalt "keine Rolle", wie er gegenüber der Fuldaer Zeitung sagte.
Vater war herzvorgeschädigt und erlitt stumpfe Gewalt
Der 72‑jährige Vater des Tatverdächtigen wurde inzwischen obduziert. Als Todesursache stellten die Rechtsmediziner stumpfe Gewalt fest, die zu erheblichen Blutungen führte. Laut Hellmich war der Mann zudem "stark herzvorgeschädigt". Die Vorschädigung habe in Verbindung mit den Verletzungen und dem Blutverlust zum Tod geführt.