1111 Jahre muss man feiern

Ein ganz besonders Festwochenende - "Von Müs, aus Müs und für Müs"

Am Sonntag wurde das große Jubiläum gebührend gefeiert: 1111 Jahre Müs
Fotos: André Radeck

17.08.2026 / GROßENLÜDER - 1111 Jahre Gemeinschaft, 1111 Jahre Heimat, 1111 Jahre Müs: Mit einem besonderen Festwochenende hat das Dorf sein ungewöhnliches "Jubiläum" gefeiert. Rund 350 Helfer waren im Einsatz, um den Besuchern und Einwohnern ein unvergessliches Erlebnis zu bescheren.



Egal ob Sportverein, Kirmesgesellschaft oder Schützenverein: Über anderthalb Jahre haben alle ansässigen Vereine Hand in Hand zusammengearbeitet, viel geplant und organisiert. Das Ergebnis: ein zweitägiges Fest, ganz nach dem Motto: "Von Müs, aus Müs und für Müs."

Verschiedenste Programmpunkte

Hinter Ortsvorsteher Edgar Möller und allen anderen Beteiligten liegen zwei ereignisreiche Tage. "Wir hatten am Samstag einen schönen Dorfabend mitten im Dorf und haben dafür die ganze Straße gesperrt. Um auch unsere Geschichte näherzubringen, wurden im Vorfeld außerdem historische Führungen organisiert, die sehr gut angenommen wurden. Abends wurde dann noch ausgiebig mit einer Band gefeiert", erklärte Möller, "Der Sonntag war dann der Haupttag: Neben dem Frühschoppen gab es einen Flohmarkt mit 40 Ständen, eine Oldtimer-Ausstellung, Kuhfladen-Bingo und Bull-Riding."

Geburtstag wurde vergessen

Aber wie kam es eigentlich zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum? Auch darauf hatte Möller eine Antwort: "Beim Ortsjubiläum von Großenlüder ist uns aufgefallen, dass wir unser eigenes Jubiläum um sieben Jahre verpasst haben. Da wir in Müs sehr gerne feiern, fanden wir die Schnapszahl 1111 einfach passend."

Hand in Hand für das große Fest

Aus der zunächst ungewöhnlichen Idee wurde schnell ein großes Gemeinschaftsprojekt, für dessen Umsetzung Sport-, Gesang-, Kirmes-, Fastnachts-, Schützen- und Heimatverein monatelang planten und organisierten. Auch am eigentlichen Fest war für die Müser klar: Das stemmen wir zusammen. Möller berichtete: "Wir hatten aus den verschiedensten Vereinen insgesamt sicherlich 350 Helfer im Einsatz, die nicht nur die Bewirtung übernommen haben, sondern auch viele Programmpunkte auf die Beine gestellt haben." Während der Heimatverein mit historischen Führungen die Geschichte des Ortes näherbrachte, unterhielten Fastnachtsverein und Kirmes mit tänzerischen Auftritten. Natürlich standen die Organisatoren aber auch vor einigen Herausforderungen, wie Möller betonte: "Wir wollten, dass das Fest mitten im Dorf stattfindet, und mussten dafür natürlich großflächig Straßen absperren. Das war wirklich eine logistische Herausforderung."

Abschließend zog der Ortsvorsteher eine rundum positive Bilanz: "Wir hatten am Samstag an die 2.000 Besucher, das Wetter hat mitgespielt und die Stimmung war super. Wir können auf jeden Fall zufrieden sein." (Anna Weißenberger) +++

X