Frühschoppen am Sonntag
Ein Jahrhundert Blasmusik: Elters feiert großes Jubiläum der Trachtenkapelle
Mit Festgottesdienst, Frühschoppen und viel Blasmusik feierte die Trachtenkapelle Elters/Rhön ihr 100-jähriges Bestehen.
Fotos: Jörg Steinert
17.08.2026 / HOFBIEBER -
Dieses Jubiläumswochenende hat es wirklich in sich - und zum Abschluss wurde noch einmal ordentlich aufgespielt. Zurecht: Schließlich feierte die Trachtenkapelle Elters/Rhön ihr 100-jähriges Bestehen. Am Sonntag standen neben Festgottesdienst und Frühschoppen natürlich auch Blasmusik auf dem Programm. Rund um das Dorfgemeinschaftshaus in Elters füllte sich das Festgelände bei bestem Wetter.
Nach dem Festgottesdienst ging es direkt mit dem Frühschoppen weiter. Für viele Besucher dürfte genau das der passende Abschluss des dreitägigen Geburtstags gewesen sein: zusammensitzen, etwas essen und trinken - und dazu Blasmusik hören.
Dass Blasmusik in Elters einen besonderen Stellenwert hat, ist kein Geheimnis. Die Trachtenkapelle wurde 1926 gegründet und ist seitdem weit herumgekommen. Auftritte beim Münchner Oktoberfest oder auf Hessentagen gehören ebenso zur Vereinsgeschichte wie Konzertreisen nach Nord- und Südamerika. Besonders groß war die Freude 2017, als sich die Kapelle den Europameistertitel der böhmisch-mährischen Blasmusik holte. "Es ist einfach das was wir lieben: Wir spielen richtig gerne Musik", sagt Vorstandsmitglied Stephan Möller.
Tolles Programm am Sonntag
Mit dem Frühschoppen war am Sonntag noch lange nicht Schluss. Auf zwei Bühnen spielten im weiteren Verlauf die Kugelsburg-Musikanten Volkmarsen, der Musikverein Mittelrode, Lyra Eckweisbach und die Döngesmühler. Auch kulinarisch war einiges geboten: Es gab Mittagessen, am Nachmittag kamen Kaffee und selbst gebackene Kuchen auf die Tische. Für die jüngeren Besucher standen unter anderem eine Hüpfburg und weitere Angebote bereit.
"Wenn ein Verein schon 100 Jahre existiert, dann kommen alle zusammen. Genau das macht es aus", sagt Hofbiebers Bürgermeister und Musikant Markus Röder (parteilos). Gerade die Unterstützung der anderen Vereine sei für ein solches Fest enorm wichtig: "Ohne die wäre das alles gar nicht machbar."
Auch persönlich bedeutet das Jubiläum den beiden Musikern viel. "Meine beiden Großväter waren Gründungsmitglieder und sind auf dem Gründungsfoto von 1926 mit drauf. Wenn man dann als Enkel im Vorstand mitarbeitet, ist das schon etwas ganz Besonderes", so Möller. Auch bei Röder reicht die Verbindung zur Kapelle über Generationen: "Heute durfte ich mit meiner Tochter den Gottesdienst spielen. Das ist natürlich wunderbar, wenn es auch in die nächste Generation weitergeht."
Nach Fassanstich am Freitag und Jubiläumsparty am Samstag wurde es zum Abschluss also noch einmal traditionell - und vor allem musikalisch. (Constantin von Butler) +++