Weit und breit einzigartig

34. Westernschießen: Wo sich Cowboys und -girls so richtig wohlfühlen

Landrat Dr. Jens Mischak und "Südstaaten-Offizier" Oliver Seel, der 1. Vorsitzende des Vereins.
Fotos: goa

16.08.2026 / LAUTERBACH - Country- und Westernfans wissen es längst: das Winchester- und Westernschießen des Sportschützenvereins auf der Standanlage am Lauterbacher Kugelberg ist einfach weit und breit einzigartig. Auch die 34. Auflage zog bereits am Eröffnungstag viele Fans der kultigen Veranstaltung auf die drei Schießstände, wo mit dem Unterhebel-Repetierer, der Schrotflinte und dem Revolver um attraktive Preise geschossen wird. Wegen des Charmes der Veranstaltung kommen die Fans aus weiten Teilen der Republik. Unter ihnen war am Samstag auch wieder Landrat Dr. Jens Mischak.



Die ansonsten so beliebte Böllerkanone durfte diesmal wegen der anhaltenden Trockenheit aus Brandschutzgründen nicht zum Einsatz kommen, außerdem mussten die Camper auf der Wiese auf das Grillen verzichten. Das war aber auch das einzige Haar in der Suppe, denn Cheforganisator Alwin Lomp, Ende der 80er Jahre "Erfinder" des Westernschießens, und sein Team hatten wieder ganze Arbeit geleistet.

Der Hitze trotzen

Zahlreiche stilecht gekleidete Cowboys (und einige -girls) verbreiten mit dem (Deko-) Colt im Holster den Charme des Wilden Westens, und wenn dann die "Südstaaten-Offiziere" Oliver Seel, seines Zeichens 1. Vorsitzender des Vereins, und Dr. Arnulf Göbel mit einer famosen Haltung in ihren sicher auch wintertauglichen Uniformen den fast 40 Grad trotzen ("Die damaligen Soldaten haben da auch nicht gemosert"), dann geht jedem John-Wayne-Fan das Herz auf. Der Duft von Gegrilltem liegt in der Luft, und ab dem frühen Abend treibt die stimmungsvolle Live-Countrymusik auf der großen Terrasse das Westernfieber endgültig in die Höhe.

Wer allerdings glaubt, das sei alles nur schöne Kulisse, der irrt: Denn der scharfe Schuss aus gleich drei Waffenarten gehört natürlich zum unersetzlichen Bestandteil der Veranstaltung und bildet das Salz in der Suppe. Wo sonst gibt es die Gelegenheit, ein Winchester-Unterhebelgewehr, eine Schrotflinte und einen Revolver mit dem Finger am Abzug kennen- und vielleicht lieben zu lernen? Zwar geht es vielen nicht maßgeblich um das Gewinnen, aber wer freut sich nicht, wenn am Sonntag auch noch eine gute Trefferlage belohnt wird? Ob wohl auch Landrat Dr. Jens Mischak unter den Siegern sein wird? Mischak freute sich am Samstagnachmittag über die gute Stimmung in Lauterbachs Wilden Westen. Mit seinem Abschneiden im Vorjahr war er nicht ganz zufrieden, vor allem mit dem Schrotgewehr sei die Ausbeute von einem Wurfscheibentreffer von zehn Schuss ausbaufähig gewesen, schmunzelte er.



Westernfans und Freunde des urigen Schießens können noch am Sonntagvor- und Nachmittag die Gelegenheit zur Teilnahme am Kugelberg nutzen – Waffen und Munition werden gestellt, für das leibliche Wohl ist gesorgt. (goa) +++

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