"Einsatz für Sicherheit der Menschen"

Großbrand: 250 hessische Einsatzkräfte unterstützen im Hochsauerlandkreis

Seit Donnerstag sind Feuerwehrkräfte aus NRW in der Nähe der Stadt Marsberg im Einsatz, um einen Waldbrand mit einer betroffenen Fläche von 100 Hektar zu bekämpfen.
Symbolfoto: O|N / Rene Kunze

16.08.2026 / REGION - Bereits seit Donnerstag sind Feuerwehrkräfte aus NRW in der Nähe der Stadt Marsberg im Einsatz, um einen Waldbrand mit einer betroffenen Fläche von 100 Hektar zu bekämpfen. Am Freitagabend erreichte das Land Hessen schließlich ein Hilfeersuchen aus dem Hochsauerlandkreis. Zügig wurden Absprachen zwischen dem Hessischen Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz sowie dem Regierungspräsidium Kassel getroffen. In kürzester Zeit konnten acht Katastrophenschutz-Löschzüge aus dem direkt angrenzenden Nordhessen zusammengestellt werden.



Seit Samstagmorgen sind bereits 140 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Kassel (Habichtswald, Zierenberg, Immenhausen, Trendelburg) sowie aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg (Edertal, Bad Wildungen, Waldeck, Battenberg, Allendorf, Hatzfeld) im Waldbrandgebiet im Einsatz. Am Mittag folgten weitere 120 Einsatzkräfte aus dem Schwalm-Eder-Kreis (Gudensberg, Guxhagen, Willingshausen, Schrecksbach).

Feuer unter Kontrolle

Das Feuer ist insgesamt unter Kontrolle, weshalb der Schwerpunkt nun auf den Nachlöscharbeiten liegt, um sämtliche Glutnester abzulöschen. Hierbei stellen die Hanglage des Waldgebietes sowie die Wetterbedingungen eine besondere Herausforderung dar.

Das hessische Kontingent wird von Mario Mißler (RP Kassel) koordiniert und vor Ort gemeinsam von Kreisbrandmeister Philip Windisch (Waldeck-Frankenberg) und dem stellvertretenden Kreisbrandinspektor Michael von Bredow (Schwalm-Eder-Kreis) geführt. Der Einsatz der nordhessischen Kräfte ist nach derzeitigem Stand bis in die späten Abendstunden vorgesehen.



Innenminister Roman Poseck erklärte: "Ich danke allen 250 hessischen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz im Hochsauerlandkreis. Dass wir innerhalb kürzester Zeit acht Löschzüge aus Nordhessen mobilisieren konnten, zeigt die enorme Einsatzbereitschaft und den Zusammenhalt unserer Feuerwehren. Dieser trockene Sommer bringt enorme Herausforderungen für unsere Einsatzkräfte mit sich. Gerade in schwierigen Zeiten ist auf die Brand- und Katastrophenschützer Verlass. Wenn es darauf ankommt, zählt nicht die Landesgrenze, sondern der gemeinsame Einsatz für die Sicherheit der Menschen. Unsere Solidarität macht nicht an der Landesgrenze halt. Diese partnerschaftliche Unterstützung im Brand- und Katastrophenschutz ist ein starkes Zeichen und wird auch künftig eine wichtige Grundlage unserer Zusammenarbeit sein.

Waldbrände auch in Hessen

Auch Hessen war in den vergangenen zwei Wochen erheblich von Waldbränden betroffen. Unter schwierigsten Bedingungen, oft über Stunden und bei großer Hitze, stehen sie bereit, um Wälder, Ortschaften und Menschen zu schützen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Wir dürfen niemals vergessen, dass die allermeisten Einsatzkräfte im Ehrenamt tätig sind. Sie nehmen also diese Strapazen in ihrer Freizeit auf sich. Diese Wochen zeigen, dass sie eine große Verantwortung für uns alle übernehmen und unverzichtbar sind. Sie verdienen hierfür die volle Anerkennung und Rückendeckung von Gesellschaft und Politik. Es ist ein großes Glück, dass wir in Hessen rund 80.000 ehrenamtliche Einsatzkräfte haben, auf die sich die Bürger jederzeit verlassen können." (lu/pm) +++

Hessischer Innenminister Roman Poseck.\r\n
Archivfoto: O|N / Felix Weigl

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