SG Barockstadt verliert 3:4 (1:4)

Drama in der Johannisau: SGB-Aufholjagd ohne Happy Ende - Rot tut weh

Roko Ivankovic, der unmittelbar vor der Pause den ersten Fuldaer Treffer erzielte.
Alle Fotos: Martin Engel

16.08.2026 / FULDA - 40 Minuten Tiefschlaf, aufgewacht und im zweiten Abschnitt einen tollen Fight gezeigt: Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz zeigte in der Fußball-Regionalliga Südwest gegen den Meisterschaftsfavoriten SV Sandhausen zwei Gesichter. Am Ende reichte es im ersten Heimspiel der Saison nicht: Sandhausen setzte sich am Samstagnachmittag in der Johannisau mit 4:3 (4:1) durch.



Kurz vor der Halbzeitpause steuerte die SGB allerdings einem Debakel entgegen. Sandhausen zog auf 4:0 davon. Die heimischen Fans gaben ihrem Team keinen Pfifferling mehr. Sandhausen zeigte eine nahezu perfekte Halbzeit, das 0:1 war ein feiner Spielzug, schwierig zu verteidigen.

Es folgten zwei Standards, die Fulda-Lehnerz ärgerten. Als Tasos Leonidis das vierte Tor für Sandhausen erzielt, schien die Partie gelaufen. Die Gäste nutzten die Fehler der SGB schonungslos aus. Neuzugang Roko Ivankovic hielt die Hoffnung wenigstens ein Stückchen weit am Leben. Sein Treffer in der Nachspielzeit bedeutete das 1:4.SGB-Coach Daniyel Cimen reagierte in der Halbzeit und brachte mit dem Stürmer-Neuzugang Emanuel Elekwa und Nicolas Wähling zwei neue Spieler, die sofort für mächtig Betrieb sorgten. Barockstadt zeigte nun wesentlich mehr Elan, zeigte eine tolle Reaktion und belohnte sich mit dem Anschlusstreffer durch Milan Habermehl.

Auch in der Folgezeit waren die Gastgeber am Drücker, es war nun eine packende, ausgeglichene Partie. Der wichtige dritte Treffer ließ leider auf sich warten. Erst in der Nachspielzeit belohnt Elekwa die SGB mit dem 3:4. Nun war endlich richtig Musik drin. Fulda versuchten, das Unmögliche noch zu schaffen. Doch am Ende war der Anschlusstreffer zu spät. Sandhausen schaukelte den Sieg nach Hause.



Doppelt ärgerlich für die SGB: Emanuel Elekwa sah nach Spielschluss die Rote Karte. Es gab wohl ein Wortgefecht, der Neuzugang aus Aachen ließ sich wohl zu einer Tätlichkeit hinreißen. Diese Situation sorgte nachher für viel Gesprächsstoff. Was war passiert? Ist es wirklich Rot, der Schiedsrichter stand direkt daneben. bDie heimischen Fans waren nach Spielschluss stinksauer.

"Emanuel hat seine Qualitäten gezeigt, umso ärgerlicher, dass er sich selber bestraft hat. Er muss aus diesem Ding schnell lernen. Das ist für uns sehr, sehr ärgerlich für uns", sagte Cimen.

Beide Trainer zogen ein ähnliches Fazit:

"Das war ein super Spiel in der ersten Halbzeit für uns. Dann dachte ich nach dem 2:4, das Spiel plätschert bei der Hitze vor sich hin. Nach dem 3:4 wurde es nochmal eklig. Wir müssen das souveräner nach Hause bringen", sagte Sandhausens Coach Kevin Stotz.

Daniyel Cimen: "Der nahezu perfekte Spielzug beim 0:1 war kaum zu verteidigen. Mit dem Standardtor läuft alles perfekt für Sandhausen. Nach dem 0:4 bei den Temperaturen nochmal so zurückzukommen, das haben die Jungs richtig gut gemacht. Kann meiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit keinen Vorwurf machen. Die Mannschaft hat eine super Reaktion gezeigt", sagte Cimen. Bis zum Spiel nächste Woche in Ulm wird die SGB dies aufarbeiten und will es beim Drittligaabsteiger dann besser machen.

SG Barockstadt Fulda-Lehnerz
: Horz, Habermehl, Pomnitz, Göbel (Elekwa 45.), Sarpei, Dittmann, Hillmann, Frey (c), Schmitt (Wähling 45.), Kraft, Ivankovic

SV Sandhausen: Schneller, Schulz, Tarnat (Mazagg 69.), Mamutovic, Tasdelen (Outmann 69.), Osee, Korzuschek (Akgöz 54.), Yigit, Gipson, Leonidisc (Maderer 69.), Kehl-Gomez (c)

Schiedsrichter: Kadir Yagci (Seitingen-Oberflacht)
Zuschauer: 1.420

Rote Karte: Emmanuel Elekwa nach Spielschluss.

Tore: 0:1 Tasos Leonidis (10.); 0:2 Tim Korzuscheck (19.); 0:3 Kwabenaboye Schulz (31.); 0:4 Tasos Leonidis (44.); 1:4 Roko Ivankovic (45+2.); 2:4 Milian Habermehl (49.); 3:4 Emanuel Elekwa (90+4.). (Hans-Hubertus Braune) +++

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