Von Gießen in die Fraktionsspitze

"Große Demut": Frederik Bouffier soll Parlamentarischer Geschäftsführer werden

Auf den CDU-Bundestagsabgeordneten Frederik Bouffier wartet bald eine neue Aufgabe in der Unionsführung
Archivfotos: ON/Philipp Gerhard

16.08.2026 / BERLIN - Frederik Bouffier soll Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion in Berlin werden. Das berichtete OSTHESSEN|NEWS bereits am Freitag. Im Gespräch mit O|N am Samstagnachmittag erklärt Bouffier mehr über die Hintergründe. Der 35-jährige CDU-Bundestagsabgeordnete aus Gießen würde mit diesem neuen Amt in die engere Führung der Unionsfraktion aufsteigen und Nachfolger von Catarina dos Santos-Wintz werden.


Dos Santos wurde am Mittwoch von Fraktionschef Thorsten Frei als Erste Parlamentarische Geschäftsführerin vorgeschlagen. Frederik Bouffier wäre damit ihr Stellvertreter. Die offizielle Wahl dafür soll in der ersten Fraktionssitzung nach der parlamentarischen Sommerpause im September stattfinden.

"Ich wurde von Thorsten Frei angerufen und gefragt, ob ich mir vorstellen kann, die Nachfolge von Catarina dos Santos-Wintz anzutreten. Nach einer kurzen Bedenkzeit und einer Beratung in meinem engsten Kreis habe ich schließlich zugesagt", berichtet Frederik Bouffier gegenüber O|N.

"Für mich ist das nicht selbstverständlich"


Dos Santos-Witnz soll Nachfolgerin von Steffen Bilger werden. Er wurde von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als Verkehrsminister ins Kabinett geholt. Ausgelöst wurden die Neubesetzungen durch den Rücktritt des ehemaligen Fraktionschefs Jens Spahn (CDU). Dessen Nachfolger wurde nun Thorsten Frei - damit begann das Personalkarussell in Berlin.

"Ich freue mich, wenn ich in der Fraktionssitzung gewählt werde. Ich bin aber zuversichtlich, dass es ein gutes Ergebnis wird, da ich schon viele positive Rückmeldungen erhalten habe. Für mich ist das nicht selbstverständlich. Gerade, wenn man so frisch im Bundestag ist. Das erfüllt mich mit großer Demut", so Bouffier weiter.

Der 35-Jährige wurde bei der Bundestagswahl 2025 für den Wahlkreis Gießen 172, zu dem auch Teile des Vogelsberges gehören, in den Bundestag gewählt. Zuvor war der Rechtsanwalt Mitglied des Hessischen Landtags.
(Moritz Pappert) +++


\"Das erfüllt mich mit großer Demut\"

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