Ausbildung im ländlichen Raum sichern
Berufsschulen im Fokus: CDU und Kreishandwerkerschaft suchen Lösungen
Foto: CDU-Kreistagsfraktion
16.08.2026 / BAD HERSFELD -
Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion Hersfeld-Rotenburg haben in der vergangenen Woche die Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg besucht. Sie gingen durch das Berufsbildungszentrum in Bad Hersfeld und sprachen mit der Geschäftsführung, mit Meistern der Innungen und mit Ausbildern über die Lage der beruflichen Ausbildung im Landkreis. Im Mittelpunkt standen die Standorte der Berufsschulen. Beide Seiten verabredeten, das Gespräch fortzusetzen.
Der Fraktionsvorsitzende Herbert Höttl leitete die Delegation. Beim Rundgang stellte die Kreishandwerkerschaft die Werkstätten vor, in denen die Betriebe ihre Auszubildenden überbetrieblich schulen lassen.
Weite Wege zur Berufsschule
Die Gesprächspartner erläuterten, dass die Zahl der Auszubildenden in mehreren Handwerksberufen zurückgeht. Die Berufsschulen fassen den Unterricht deshalb an wenigen Standorten zusammen. Jugendliche aus dem ländlichen Raum legen dadurch längere Strecken zurück, in einzelnen Berufen auch über die Grenzen des Landkreises hinaus.Andre Stenda betonte die Bedeutung attraktiver Rahmenbedingungen für die berufliche Ausbildung: "Das Handwerk ist ein wichtiger Pfeiler unserer regionalen Wirtschaft und bildet einen Großteil der Fachkräfte von morgen aus. Um junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen, braucht es eine frühzeitige Berufsorientierung. Wer Ausbildung im ländlichen Raum sichern will, muss zudem Berufsschulstandorte stärken. Gerade für viele minderjährige Auszubildende sind kurze Wege und gut erreichbare Schulstandorte ein wichtiges Entscheidungskriterium."
Unterbringung und Angebote für benachteiligte Jugendliche
Ein weiteres Thema war die Unterbringung der Jugendlichen während der überbetrieblichen Ausbildung und des Berufsschulunterrichts. Die Beteiligten sprachen darüber, wie sich die Vorgaben der Ausbildungsordnung mit den vorhandenen Unterkünften und den Wegen im Landkreis vereinbaren lassen.Die Kreishandwerkerschaft stellte zudem ihre Angebote für junge Menschen mit Benachteiligungen vor. Sie qualifiziert und beschäftigt diese Jugendlichen und vermittelt sie in eine Ausbildung oder in den Arbeitsmarkt. Hinzu kommen Maßnahmen der Berufsorientierung, die Schülerinnen und Schülern die Berufe des Handwerks vorstellen.
Die Fraktion und die Kreishandwerkerschaft wollen die begonnenen Gespräche fortführen und die angesprochenen Fragen weiter vertiefen. (lu/pm) +++