Kleine Krabbler, großes Risiko

Stich mit möglichen Folgen: ADAC gibt Tipps zum Schutz vor Zecken

Ob beim Wandern, Radfahren oder Entspannen am See: Wer sich in der Natur aufhält, sollte an einen ausreichenden Zeckenschutz denken.
Symbolfotos: Pixabay

15.08.2026 / REGION - Ob beim Wandern, Radfahren oder Entspannen am See: Wer sich in der Natur aufhält, sollte an einen ausreichenden Zeckenschutz denken. Der ADAC Hessen-Thüringen gibt Tipps zu präventiven Maßnahmen und erklärt, was im Falle eines Stiches zu tun ist.


Klein, aber oho

Durch die milden Wintertemperaturen sind Zecken immer häufiger ganzjährig in deutschen Wäldern und auf Feldern anzutreffen. Die blutsaugenden Spinnentiere haben zwar keine Augen und können weder springen noch aktiv jagen, erkennen ihre Beute jedoch an Körperwärme, Vibrationen, Feuchtigkeit sowie CO2 in der Atemluft. Dafür klettern sie auf Grashalme und niedrige Pflanzen, wo sie darauf warten, dass ein geeigneter Wirt vorbeikommt und sie abstreift. Dabei sind sie nicht wählerisch: Neben Hunden, Katzen und Menschen heften sich die kleinen Blutsauger an Igel, Nagetiere und Vögel.

Stich mit möglichen Folgen

Anders als häufig angenommen beißen Zecken nicht – sie stechen: Mithilfe ihrer Mundwerkzeuge ritzen sie eine kleine Wunde in die Haut des Opfers, aus der das Blut gesaugt wird. Der Zeckenstich allein verursacht meist keine oder nur geringe Beschwerden, allerdings können während des Blutsaugens potenziell gefährliche Krankheitserreger übertragen werden. Hierzu zählen Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Während Borreliose nachweislich von Zecken in ganz Deutschland übertragen werden kann, gibt es bei FSME bestimmte Risikogebiete. In Hessen zählen unter anderem die Landkreise Marburg-Biedenkopf und Fulda dazu, außerdem ein großer Teil der Gebiete in Südhessen. Eine Übersicht bietet die Karte der FSME-Risikogebiete auf der Webseite des Robert Koch-Instituts: RKI - FSME

Wichtig: Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen benötigt die Übertragung der Krankheitserreger bis zu 24 Stunden. Das bedeutet: Je früher eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist die Gefahr einer Ansteckung.

Der beste Schutz: Stiche vermeiden

Der beste Schutz gegen durch Zecken übertragbare Krankheiten ist, sich gar nicht erst stechen zu lassen. Hierfür gibt es einige Tipps:
Eine Impfung gegen Zecken gibt es nicht, allerdings bietet die FSME-Impfung zuverlässigen Schutz vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für alle Erwachsenen und Kinder, die in einem FSME-Risikogebiet wohnen oder sich dort länger im Freien aufhalten. (ms/pm) +++

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