Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses
Es fehlt eine Million Euro im Ergebnishaushalt
Fotos: Kevin Hildebrand
14.08.2026 / BAD HERSFELD -
Keine positiven Nachrichten für Bad Hersfeld. Bei der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstagabend stand die Unterrichtung über den Stand des Haushaltsvollzugs 2026 auf dem Programm. Angelina Tejkl, Leiterin des Fachbereichs Finanzen der Kreisstadt, hatte wenig erfreuliche Zahlen im Gepäck. So fehlen laut aktuellem Stand rund eine Million Euro im Ergebnishaushalt.
Dieses Defizit sei laut Bürgermeisterin Anke Hofmann hauptsächlich auf rückläufige Einnahmen bei der Gewerbesteuer zurückzuführen. Und die Prognosen für die Zukunft sehen nicht besser aus.
Positiver Saldo im ursprünglichen Haushaltsplan vorgesehen
Im Mai kam der neu zusammengesetzt Haupt- und Finanzausschuss erstmals zusammen, keine drei Monate später musste dieser unter dem Vorsitz von Karsten Vollmar (SPD) die ersten schlechten Nachrichten hinnehmen. Im ursprünglichen Haushaltsplan wurde im Ergebnishaushalt mit einem ordentlichen Saldo von 4,8 Millionen Euro gerechnet. Dieser wurde jetzt ins Negative korrigiert – auf Minus 6,2 Millionen.Sparmaßnahmen für den Haushalt 2027 – Magistrat verhängt Sperre
Weiterhin erläuterte Hofmann, dass es daher keinen Haushaltsausgleich in 2026 gäbe. Das Geld, was jetzt fehlt, muss also 2027 erwirtschaftet werden. Dazu fügte die Hersfelder Bürgermeisterin knapp hinzu: "Das wird sportlich." Daher seien die einzelnen Fachbereiche der Stadt schon jetzt dazu angehalten worden, Geld zu sparen, wo es möglich sei. Was feststeht: zahlreiche geplante Schulungen können aufgrund der angespannten Finanzlage nicht stattfinden.Zustimmung für die Baumaßnahmen am Antoniusplatz
Nachdem die Mitglieder des Ausschusses die Unterrichtung des Haushaltsvollzugs zur Kenntnis nahm, stand ein wichtiger Beschluss auf der Tagesordnung: der zur Umsetzung des Bauvorhabens des Antoniusplatzes. Einen Tag zuvor wurden die Pläne für die Begrünung des Platzes vor dem Neubau des Quartiers im Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt und Klima vorgestellt.Förderung für eine lebhaftere Innenstadt
Zuletzt gab es auch noch die Zustimmung für den Beschluss, dass ein neuer Förderantrag bei dem Landesprogramm "Zukunft Innenstadt" gestellt wird. Bereits im Vorjahr erhielt die Stadt Bad Hersfeld darüber 170.000 Euro für vier angemeldete Projekte. In diesem Jahr sieht die Ausschreibung vor, dass Kommunen drei Projekte mit einer maximalen Fördersumme von 300.000 Euro einreichen können.So plant Bad Hersfeld, das Community-Projekt "HERZfeld Wir26" auch im kommenden Jahr fortzuführen. Weiterhin steht die Breitenstraße im Fokus, wo eine neu eingerichtete "Family-Area" mit Spielgeräten und Aufenthaltsplätzen die Innenstadt beleben soll. (Kevin Hildebrand) +++