Debüt, weiße Weste, Tabellenführung
Veni, vidi, Vogt: Ferdinand schreibt sein Fußball-Märchen für den SV Steinbach
Fotos: Bernd Vogt
14.08.2026 / BURGHAUN -
Es sind Geschichten, die nur der Fußball schreibt, und Emotionen, die am Mühlengrund ganz besondere sind! Wer es mit der schönsten Nebensache der Welt hält, der weiß, dass es manchmal schneller gehen kann, als man denkt - und dennoch: Mit diesem Debüt hat Ferdinand Vogt sicherlich nicht gerechnet. 1:0 in Weidenhausen, weiße Weste, Tabellenführer. Läuft beim SV Steinbach in der Fußball-Verbandsliga.
Doch was war geschehen? Der etatmäßige Stammkeeper der ersten Mannschaft, Francesc Pino Puig, stand kurzfristig nicht zur Verfügung. SVS-Coach Petr Paliatka musste auf der Torhüterposition umplanen und so bekam Vogt seine Chance. Normalerweise hütet er das Tor der zweiten Mannschaft, am Chattenloh folgte nun sein erster Pflichtspieleinsatz auf Verbandsebene.
"Veni, vidi, vici"
Steinbach, das kleine gallische Dorf, das einige Jahre sogar die Hessenliga aufmischte. "Veni, vidi, vici": Passender könnte man den Auftritt von Vogt also gar nicht beschreiben. Er "kam, sah und siegte". Gerade in der Schlussphase, als die Adler am Drücker waren und auf den Ausgleich drängten, war der junge Keeper gefordert. Mehrfach rettete er stark und mauserte sich zum Matchwinner. Vogt leitet sogar das 1:0 ein
Zuvor hatte Steinbach bereits in einer wilden ersten Hälfte die besseren Möglichkeiten gehabt. Nur ein Treffer wollte zunächst nicht fallen. "Es war ein schweres Spiel, ein sehr umkämpftes Spiel, aber wir haben teilweise sehr gut den Ball laufen lassen, was in den letzten zwei Spielen nicht der Fall war", sagte Paliatka nach dem Abpfiff. Ein Gruß von der Tabellenspitze
Auch Adler-Trainer Dennis Schanze analysierte die Partie ähnlich. "Steinbach verteidigt es gut. Wir machen die Möglichkeiten nicht und dann verlierst du so ein Spiel am Ende." Für die Mühlengrundkicker dürfte das genaue Ergebnis am Ende zweitrangig gewesen sein. Drei Punkte aus einem unangenehmen Auswärtsspiel, dazu ein Debütant im Tor, der auf Anhieb ohne Gegentreffer blieb. "Wir sind sehr glücklich", fasste Paliatka zusammen. (Constantin von Butler) +++