Region kann stolz sein

25 Jahre Polizeipräsidium: Blaulichtfamilie begeistert - NEU: VIDEO

Samstag lud das Polizeipräsidium Osthessen in Fulda zum Tag der offenen Tür
Fotos: Felix Weigl

15.08.2026 / FULDA - "Vom Castro-Transport 2001 und dem Hessentag 2026: Dazwischen liegen 25 Jahre neue Herausforderungen, Erfahrungen und Menschen, die Verantwortung übernommen haben, damit Osthessen eine sichere Region ist. Darauf können wir stolz sein", sagte Osthessens Polizeipräsident Michael Tegethoff am Samstagvormittag in Fulda zu Beginn der Jubiläumsfeierlichkeiten des Polizeipräsidiums Osthessen.


Mehrere hundert Gäste kamen zur feierlichen Eröffnung des Festes, welches vom Landespolizeiorchester Hessen wohltuend perfekt begleitet wurde. Was eine feine musikalische Spitzenklasse. Mit Hessens Innenminister Professor Dr. Roman Poseck (CDU) an der Spitze erwiesen viele Spitzenkräfte der kommunalen Familie, die drei Landräte Bernd Woide (Fulda), Dr. Jens Mischak (Vogelsbergkreis) und Torsten Warnecke (Hersfeld-Rotenburg), Bischof Dr. Michael Gerber, viele Bürgermeister mit Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) an der Spitze und natürlich die Hilfs- und Rettungsorganisationen dem Polizeipräsidium die Ehre.

"Unsere Region steht für ausgeprägten Zusammenhalt"

Tegethoff fasste treffend zusammen: "Unsere Region steht für einen ausgeprägten Zusammenhalt. Der Hessentag war dafür ein sehr gutes Beispiel. Deshalb möchte ich unseren Partnern ausdrücklich danken." Das Jubiläumsfest erinnert tatsächlich an das große Landesfest, welches vor wenigen Wochen über eine Million Menschen begeistert hat. Beim Tag der offenen Tür auf dem Areal an der Severinstraße sind es zwar nicht so viele Besucher, und doch sind die Leidenschaft, das Engagement und die Freude an dem Tag zu spüren.

Die Blaulichtfamilie zeigt bei Vorführungen, Aktionen und Übungen, wie vielfältig, wie leistungsstark sie ist. Im Alltag arbeiten sie Hand in Hand. Die Einsatzlagen sind weitreichend und haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt. Darin liegen Herausforderungen und Chancen. Insbesondere die Digitalisierung und die Veränderung der Gesellschaft in unsicheren Zeiten, gezeichnet von weltweiten Krisen, machen die Arbeit der Blaulichtfamilie und insbesondere der Polizeibeamten anspruchsvoll und herausfordernd.

"Dass Osthessen heute zu den sichersten Regionen Hessens zählt, ist daher kein Zufall, sondern das Ergebnis kontinuierlicher und professioneller Arbeit. Die aktuelle polizeiliche Kriminalstatistik ist ein Beleg dafür, wie leistungsstark die Polizei vor Ort ist: Die Zahl der Straftaten ist im vergangenen Jahr erneut gesunken, die Häufigkeitszahl liegt mit 4.182 Straftaten je 100.000 Einwohnern deutlich unter dem hessischen Landesdurchschnitt von 6.002. Die Aufklärungsquote von 67,5 Prozent gehört zu den besten im ganzen Land. Auch anspruchsvolle Einsatzlagen wie den Hessentag 2026 und den Castor-Transport hat die Polizei in Osthessen höchst professionell bewältigt", sagte Innenminister Professor Dr. Roman Poseck in seiner Festrede.

"Entscheidung war richtig und wegweisend"

Poseck erklärte weiter: Die Entscheidung, zum 1. Januar 2001 ein eigenes Flächenpräsidium mit Sitz in Fulda einzurichten, war richtig und wegweisend. Der damalige Innenminister Volker Bouffier hat damit gemeinsam mit vielen Unterstützern aus Polizei, Kommunen, Landkreisen, Politik und Gewerkschaften die Grundlage für eine starke Sicherheitsstruktur in Osthessen geschaffen. Die vergangenen 25 Jahre haben eindrucksvoll bestätigt, wie wichtig diese Entscheidung für die Region war. Das Polizeipräsidium Osthessen ist fest in der Region verwurzelt und kennt die Menschen und örtlichen Strukturen. Gerade diese Nähe ist eine besondere Stärke. Polizei braucht das Vertrauen der Bevölkerung. Dieses Vertrauen entsteht durch Präsenz, Verlässlichkeit, Ansprechbarkeit und konsequentes Handeln", sagte der Innenminister.

Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld richtete für die kommunale Familie ein Grußwort an die 1.100 Beschäftigten des Polizeipräsidiums: "Es ist eine wahrhaftige Errungenschaft, wir sind voller Dankbarkeit. Das ist eine echte Meisterleistung. Ich danke allen, die dafür eingetreten sind", sagte Wingenfeld an die damaligen politischen Verantwortlichen um den damaligen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, Alois Rhiel und Fritz Kramer stellvertretend, dass Osthessen ein eigenes Polizeipräsidium erhalten hat. "Sicherheit ist ein Grundbedürfnis", sagte der Oberbürgermeister und erinnerte, dass die Aufklärungsquote in Osthessen traditionell mit am höchsten in Hessen ist. Wingenfeld dankte allen, die sich für die Sicherheit einsetzen. "Ich wünsche, dass dieser Tag dazu beiträgt, dass die Bindung zur Bevölkerung noch stärker wird."

Nach der Feststunde öffnete die Polizei ihre Tore. Trotz des heißen Wetters nutzten viele Menschen das Angebot, sich über die Arbeit der Blaulichtfamilie zu informieren. Ob Reiter- und Hundestaffel, ob Polizeihubschrauber und Spezialeinsatzkommando, Kriminalarbeit, Spurensicherung und vieles mehr: Diese Einblicke begeisterten die Besucher ebenso wie die Ausstellung der Hilfs- und Rettungsorganisationen. Ob stellvertretend Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Fulda, THW, Malteser, Polizeitaucher, Bundespolizei, Seelsorge, Ausbildung - sie und viele mehr zeigten, was ihre Arbeit ausmacht. Eines haben sie trotz der unterschiedlichen Aufgaben gemeinsam: Es sind Menschen wie Du und ich, die 24/7 - ob ehrenamtlich oder hauptamtlich - für unsere Mitmenschen sowie unser Hab und Gut da sind.

Osthessens Polizeipräsident Michael Tegethoff fasste abschließend zusammen, was alle eint: "Was geblieben ist: Wir zeigen Präsenz, wir helfen Menschen. Schützen und Sorgen, dass Recht und Gesetz durchgesetzt werden." Und sie verdienen eines: unser aller Respekt.

Hintergrund:

Das Polizeipräsidium Osthessen wurde zum 1. Januar 2001 im Zuge der hessischen Polizeireform eingerichtet. Ausschlaggebend waren unter anderem die besonderen geografischen und infrastrukturellen Gegebenheiten der Region, die großen Entfernungen zu den damaligen Präsidiumssitzen, die wachsende Bedeutung Fuldas als Oberzentrum sowie die Lage Osthessens an den Landesgrenzen zu Thüringen und Bayern.

Seit 25 Jahren steht das Polizeipräsidium Osthessen für Sicherheit, Bürgernähe und professionelle Polizeiarbeit in einer der sichersten Regionen Hessens. Mit Sitz in Fulda ist das Präsidium für die Landkreise Fulda, Hersfeld-Rotenburg und den Vogelsbergkreis zuständig und betreut mit rund 1.100 Mitarbeitern ein Gebiet von rund 4.000 Quadratkilometern, das sind 20 Prozent der Fläche Hessens, mit etwa 450.000 Bürgern. Anlässlich des Jubiläums richtet das Polizeipräsidium ein Fest aus. (Hans-Hubertus Braune) +++

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