Tagung des Ausschusses
Mehr Attraktivität für Bad Hersfeld durch Wanderweg, Kulturförderung und mehr
Fotos: Kevin Hildebrand
13.08.2026 / BAD HERSFELD -
Der Ausschuss für Soziales, Sport, Bildung und Kultur der Stadt Bad Hersfeld veranstaltete am Mittwochnachmittag eine öffentliche Sitzung. Dabei stand vor allem im Mittelpunkt, wie die Kreisstadt in Zukunft kulturellen Vereinen Zuschüsse gewährleisten möchte. Hier steht als Nächstes die Bildung einer Arbeitsgruppe auf dem Programm.
Und auch über die Grenzen der Stadt und des Landkreises hinaus soll Bad Hersfeld attraktiver für Touristen werden. Aus diesem Grund ist die Erschaffung eines Fernwanderwegs im Gespräch, welche Verbindungen zum Knüll und umliegenden Kommunen erschließen soll.
Bürgermeisterin Hofmann: Kulturelle Vielfalt steht im Vordergrund
Bei der öffentlichen Sitzung, zu der sich rund zehn Gäste einfanden, ergriff zunächst Hersfelds Bürgermeisterin Anke Hofmann das Wort. Thema: eine Richtlinie der Stadt Bad Hersfeld über die Gewährung von Zuschüssen im Bereich Kultur. Sie sagte, dass kulturelle Vielfalt in Zukunft stärker gefördert werden soll. Damit geht einher, dass eingetragene kulturelle Vereine Förderung von der Stadt erhalten sollen.Damit das passiert, müssen aber bestimmte Bedingungen erfüllt werden. So sollen Veranstaltungen und Co. dem öffentlichen Interesse dienen und der Bevölkerung von Bad Hersfeld – und natürlich auch Touristen und Besuchern – zu Gute kommen. Private Grillfeste seien damit beispielsweise nicht förderfähig, genauso wenig wie Anschaffungen, die lediglich dem Verein selbst dienen.
Stadt schlägt eine Arbeitsgruppe vor
Der Vorschlag der Stadt Bad Hersfeld lautete daher, eine Arbeitsgruppe zu gründen. Ähnlich ist man in der Vergangenheit schon in Sachen Förderung bei Sportvereinen vorgegangen. Hofmanns Wunsch: ein Start zum 1. Januar 2027, damit die Arbeitsgruppe ab diesem Punkt erörtern und diskutieren kann, welche Bedürfnisse die Vereine haben und wie man diese bestmöglich unterstützen kann.Eine Verbindung zwischen Bad Hersfeld und dem Knüll
Im nächsten Tagespunkt trug Bürgermeisterin Anke Hofmann die Idee eines Fernwanderwegs Knüll vor, der Bad Hersfeld mit anderen Kommunen wie Kirchheim, Homberg und generell dem Schwalm-Eder-Kreis verbinden soll. Diesbezüglich sei man bereits mit anderen Gemeinden in der Absprache, wo ebenfalls Interesse an einem solchen Weg bestehe.Bad Hersfeld sei in diesen Planungen vor allem als Start- und Endpunkt solcher Wanderungen interessant. Sprich: Wanderer kehren in Bad Hersfeld aufgrund der guten Bahnhofsanbindung ein und brechen von dort zu ihrer Wanderung auf – oder beenden diese eben in der Lullusstadt. Damit könne man Bad Hersfeld für Wanderer in ganz Deutschland interessant machen, vor allem Gastronomie und Hotels würden von diesem Wanderweg profitieren.
Wanderweg befindet sich in der Planungsphase
Weiterhin erläuterte Hofmann, dass ein Weg mit Etappen von bis zu 16 Kilometern Länge geplant werden soll. Da Bad Hersfeld bereits über zahlreiche Wanderwege verfüge, würde man diese auch für das neue Projekt nutzen wollen. Lediglich zwischen Kirchheim und Bad Hersfeld seien "größere Arbeiten" nötig. Dazu müssen Beschilderungen und Rastplätze samt Gastronomie auf dem gesamten Weg ausgebaut auch werden. Auch hier sieht Hofmann Chancen, lokale Unternehmen zu stärken.Die Kosten für die Prüfung eines solchen Wanderweges betragen erst mal rund 5000 Euro. Die Kosten für Ausbau und Co. müssen in dieser Phase erschlossen werden. Dann sei es möglich, Zuschüsse zu erhalten. Innerhalb des Ausschusses war man sich aber einig: ein solcher Knüll-Wanderweg schafft Chancen für Bad Hersfeld, weswegen der Planungsphase einstimmig zugestimmt wurde. Ergebnisse seien frühestens in eineinhalb bis zwei Jahren zu erwarten. (Kevin Hildebrand)
Bad Hersfelds Innenstadt soll attraktiver werden
Zuletzt standen noch Ideen auf dem Programm, wie man die Innenstadt Bad Hersfelds attraktiver gestalten könne. Konkret ging es dabei um eine sogenannte "Family Area" innerhalb der Innenstadt, wo man sich aufhalten und die Zeit verbringen kann, ohne dabei auf kostenpflichtige Angebote wie Cafes zurückgreifen zu müssen. Zudem besteht die Idee von zusätzlicher Begrünung und Spielgeräten, die sich von der Breitenstraße bis zum Stiftsbereich erstrecken könnten.Einen konkreten Zeitrahmen für diese Ideen nannte Bürgermeisterin Anke Hofmann aber nicht, diese Vorhaben sollen in den kommenden Ausschuss-Sitzungen besprochen werden. Egal, was es dann am Ende wird: mehr Highlights für die Hersfelder Innenstadt dürften in jedem Fall zur Belebung der Fußgängerzone beitragen. (Kevin Hildebrand) +++