Wichtige Institution des Denkmalschutzes

"Verantwortung für unser kulturelles Erbe" - 25 Jahre Propstei Johannesberg

25 Jahre Propstei Johannesberg gGmbH - Seit einem Vierteljahrhundert besticht die Propstei durch ihre Arbeit für den Denkmalschutz und die Altbauerneuerung.
Fotos: O|N/Nikolas Krudewig

14.08.2026 / FULDA - Mit einem festlichen Jubiläum hat die Propstei Johannesberg am Donnerstag ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Zahlreiche Gäste aus Politik, Denkmalpflege und Handwerk kamen zusammen, um auf ein Vierteljahrhundert erfolgreicher Bildungs- und Kulturarbeit zurückzublicken.


"Kulturelles Erbe ist mehr als das, was vergangene Generationen uns hinterlassen haben. Es ist Vermächtnis und Auftrag zugleich. Es lebt davon, dass jede Generation Verantwortung übernimmt und es mit Wissen, Sorgfalt und Weitblick in die Zukunft bringt. Kaum ein Ort in Hessen verkörpert diesen Gedanken so überzeugend wie die Propstei Johannesberg. Seit 25 Jahren wird hier nicht nur über Denkmalpflege gesprochen, hier wird im und am Denkmal gelernt", konstatierte Ministerialrat Christian Bürmann vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst zu Beginn der Veranstaltung.

Festlichkeiten im historischen Ambiente

Zahlreiche Gäste waren am Donnerstagvormittag in den Marstall der ehemaligen Benediktinerpropstei in Fulda gekommen, genauer gesagt in die Räume der Zimmerer-Werkstatt, um das besondere Jubiläum der Fortbildungseinrichtung zu feiern. "Einen passenderen Ort für diesen Anlass hätte ich mir kaum vorstellen können", stellte Bürmann fest. Er war der erste Redner des Tages, nachdem die Gäste von den Geschäftsführern Uli Thümmler und Jürgen Krieg begrüßt worden waren.

Zwischen Werkbänken, Senkbohrern und Holzbalken war ein Sektempfang vorbereitet worden. Für die Verpflegung sorgte das Genuss3 Catering aus Fulda. "Es soll kein Vorne geben, kein gesondertes Podium, vielmehr soll es ein Miteinander geben", begrüßte Uli Thümmler die zahlreich erschienenen Gäste. Das 'Miteinander' sollte an diesem Tag im Vordergrund stehen, denn an den 25 Jahren der Bildungseinrichtung haben zahlreiche Menschen mitgewirkt, um kulturelles Erbe in Form von Denkmälern und Gebäuden zu bewahren.

"Kulturelles Erbe ist mehr als das, was vergangene Generationen uns hinterlassen haben. Es ist Vermächtnis und Auftrag zugleich. Es lebt davon, dass jede Generation Verantwortung übernimmt und es mit Wissen, Sorgfalt und Weitblick in die Zukunft bringt", sagte Bürmann, der stellvertretend für den hessischen Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur Timon Gremmels (SPD) vor Ort war.

"Gute Denkmalpflege beginnt mit dem Verstehen"

Zustimmenden Applaus erntete der Ministerialrat für seine Worte, die sich in gleichem Tenor in den Folgereden wiederfanden. Im Laufe der Veranstaltung wurde erneut deutlich, welche Bedeutung die Fortbildungsstätte weit über die Region hinaus für den Erhalt historischer Bausubstanz und traditioneller Handwerkstechniken erlangt hat.

Seit 25 Jahren steht die Einrichtung für die Verbindung von Denkmalpflege, Handwerk und Weiterbildung. In ihren Seminaren, Praxiskursen und Zertifikatslehrgängen qualifiziert die Einrichtung Architekten, Ingenieure, Restauratoren und Handwerker für die fachgerechte Sanierung historischer Bauten. Dabei baut sie auch auf die enge Zusammenarbeit mit dem hessischen Landesamt für Denkmalpflege, vor Ort vertreten durch den Präsidenten Markus Harzenetter.

In seiner Rede betonte dieser, welche Stellung die gemeinnützige Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten für den Denkmalschutz in Deutschland eingenommen hat. "Sie war auch für uns als Landesamt für Denkmalpflege von Anfang an eine zentrale Fortbildungseinrichtung. Sie war und ist ein Ort der fachlichen Verständigung, denn hier begegnen sich die unterschiedlichen Gewerke, Planende, Ausführende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Denkmalbehörden.

Ähnliche Worte fand Daniel Schreiner, Stadtbaurat der Stadt Fulda. "Ohne diese Einrichtung gäbe es eine riesige Lücke", so Schreiner in seinen dankenden Worten an die Geschäftsführung. Dabei betonte er besonders die enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Stadt und Bildungseinrichtung: "Wir müssen gemeinsam alles dafür tun, dass dieser wunderbare Ort nicht in Vergessenheit gerät", so Schreiner weiter.

Auf 25 weitere Jahre

Dabei lebt die Propstei vor allem durch die zahlreichen Unterstützer und Mitarbeiter. Besonderen Dank empfingen auch die Gesellschafter und der Beirat, die in großer Zahl an diesem Tag vor Ort waren. Alle Gäste und Redner waren sich einig, dass man nicht nur 25 Jahre Bestehen feierte, sondern ebenso positiv auf die nächsten 25 Jahre blicken kann. Nach den Eröffnungsreden folgte die kulinarische Verpflegung, bevor um 14 Uhr eine Fachtagung zum Thema "Bestehendes bewahren, Zukunft gestalten - Handwerk und Kopfwerk in der Denkmalpflege" im Festsaal der Orangerie in Fulda folgte. (kru) +++

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