Große Emotionen in der Rhön
Nach 1.000 Kilometer-Reise: Abenteurerin "Nini" ist zurück bei ihren Menschen
Fotos: Das Mietzhaus
17.08.2026 / DERMBACH/NIZZA -
Es ist eigentlich kaum zu glauben, dass eine Katze, die über Tausend Kilometer von Frankreich nach Deutschland gereist ist, in der Rhön gefunden und einem Besitzer zugeordnet werden kann. Dennoch ist es im thüringischen Dermbach (Wartburgkreis) passiert (OSTHESSEN|NEWS berichtete) und jetzt ist die kleine Französin endlich wieder zuhause bei ihrer Familie in Nizza. Der Fall sorgte weit über die Region hinaus für Aufsehen.
Durch die Zusammenarbeit französischer und deutscher Behörden sowie das Engagement des Dermbacher "Mietzhauses" konnten die Besitzer durch den Chip ausfindig gemacht werden. Der Stubentiger Nini wurde schon eine ganze Weile vermisst. "Nini ist wieder bei ihren Menschen", verkündete das "Mietzhaus" freudig.
Endlich wieder vereint
"Für uns im Mietzhaus war dieser Montag deshalb ein wunderschöner Tag. Aber eben auch einer, der ein bisschen wehgetan hat", gaben die Tierschützer an. Wer sich in diesem Bereich engagiert, kenne diese Mischung aus Sorge und Zuneigung zu einem fremden Tier nur zu gut. Bei Nini war dieses Loslassen noch für die Tierschützer aus der Rhön noch einmal etwas Besonderes. Ihre Geschichte hat in den vergangenen Wochen unglaublich viele Menschen erreicht und berührt. Aus einer Fundkatze wurde plötzlich die kleine Weltenbummlerin aus Nizza, deren Heimkehr von Menschen weit über unsere Region hinaus mitverfolgt wurde.
Ein emotionaler Abschied
Für die Rückreise bekam Nini natürlich eine entsprechend komfortable Transportbox. Immerhin lagen erneut mehr als 1.000 Kilometer vor ihr, diesmal allerdings nicht auf Katzenpfoten und mit unbekanntem Ziel, sondern sicher begleitet von ihren Menschen und mit einer ziemlich eindeutigen Adresse: Zuhause. "Als Eva und François schließlich mit Nini losfuhren, blieb bei uns eine Mischung aus Freude, Erleichterung und ein paar Tränen zurück. Aber genau für solche Momente machen wir diese Arbeit", erklärte das Mietzhaus.Die Geschichte zeigt außerdem, wie wichtig es ist, Katzen chippen zu lassen und sie zu registrieren. Nur ein Chip hätte Nini nicht nach Hause gebracht - erst die hinterlegten Daten führten zu ihren Besitzern und nur so konnte die Familie wieder zusammengebracht werden. Wie Nini nun nach Deutschland gekommen ist, bleibt wohl aber für immer ein Rätsel. Wichtig ist allerdings, dass die Geschichte ein gutes Ende genommen hat.