GUDE LAKO

Wirtschaftsjunioren machen Hanau zum Treffpunkt der jungen Wirtschaft

Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 50 Programmpunkte, internationale Gäste und drei Tage voller Austausch, Weiterbildung und gemeinsamer Erlebnisse: Mit der GUDE LAKO haben die Wirtschaftsjunioren Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern vom 7. bis 9. August die größte Veranstaltung ihres Jahres komplett ehrenamtlich in Hanau auf die Beine gestellt.
Fotos: Wirtschaftsjunioren Hanau

14.08.2026 / HANAU - Wie viel entstehen kann, wenn Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte gemeinsam anpacken, zeigte sich am vergangenen Wochenende in Hanau. Rund 200 Wirtschaftsjuniorinnen und Wirtschaftsjunioren kamen zur Landeskonferenz der Wirtschaftsjunioren Hessen, kurz LAKO, in die Brüder-Grimm-Stadt. Die Gäste reisten aus ganz Hessen und dem gesamten Bundesgebiet an. Internationales Flair brachten zudem Mitglieder von JCI Wisconsin aus den USA und Gäste von JCI Hatay aus der Türkei nach Hanau.



Hinter der dreitägigen Konferenz stand ein 25-köpfiges, ehrenamtliches Organisationsteam der Wirtschaftsjunioren Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern. Seit dem Startschuss Mitte Januar hatten die Mitglieder geplant, organisiert, Partner gewonnen, Veranstaltungsorte koordiniert und ein Programm mit rund 50 unterschiedlichen Angeboten zusammengestellt.

Die Konferenz-Direktoren Jan Jonas Kunz, Daniel Blasek und Marielle Schäfer sind sich einig: "Wir wollten eine LAKO schaffen, die zu uns und zu Hanau passt: offen, vielseitig, ein bisschen anders und vor allem mit ganz viel Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig wollten wir zeigen, wie sehr sich unsere Stadt entwickelt hat und welche spannenden Unternehmen und Menschen unsere Region zu bieten hat."

50 Möglichkeiten, die eigene LAKO zu erleben

Statt eines festen Konferenzprogramms konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus rund 50 Angeboten ihr persönliches Wochenende zusammenstellen. Die Bandbreite reichte von exklusiven Unternehmensbesichtigungen und Fachtrainings über Kultur- und Kreativangebote bis zu Sport und persönlicher Weiterbildung. Besondere Einblicke ermöglichten Unternehmen aus Hanau und der Region. Im Konzernarchiv von Evonik lernten die Gäste 150 Jahre Industriegeschichte kennen. Heraeus Precious Metals öffnete seine Türen und gab Einblicke in die industrielle Verarbeitung von Edelmetallen und deren Einsatz in Zukunftstechnologien. Am Rhenus-Standort im Hanauer Hafen konnten die Wirtschaftsjunioren Logistik, Umschlaganlagen und die besondere Infrastruktur des Hafenstandorts aus nächster Nähe erleben. Das Deutsche Goldschmiedehaus und die Ausstellung "House of Banksy" gehörten zu den kulturellen Zielen der Konferenz.

Bei Seminaren und Trainings ging es unter anderem um Schlagfertigkeit unter Stress, authentisches und wertbasiertes Marketing, steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten und die Bedeutung echter zwischenmenschlicher Verbindungen für gute unternehmerische Entscheidungen. Beim WJD Business Forum stand das Netzwerk selbst im Mittelpunkt: Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren und konkrete geschäftliche Kontakte entstehen zu lassen. Auch Familienfreundlichkeit gehörte zum Konzept: Mit einer eigenen KINDER-LAKO organisierten die Hanauer Wirtschaftsjunioren eine Kinderbetreuung und ermöglichten damit Eltern, gemeinsam mit ihren Kindern zur Konferenz anzureisen.

Wirtschaftsminister Mansoori im Austausch mit junger Wirtschaft

Zu den Gästen des Wochenendes gehörten auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft.
Beim Konferenzempfang am Samstag im AJOKI begrüßten die Wirtschaftsjunioren unter anderem Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori. In seinem Redebeitrag ermutigte er Unternehmerinnen und Unternehmer, ihren Ideen zu folgen und zugleich den direkten Austausch mit der Politik zu suchen, um Herausforderungen sichtbar zu machen und pragmatische Lösungen zu entwickeln.

Anschließend besuchte Mansoori gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren das Unternehmen Rohde Schutzgasöfen. Bei einer Podiumsdiskussion mit Unternehmensinhaberin und IHK-Präsidentin Natasha Rohde wurde der Dialog zwischen Wirtschaft und Politik unmittelbar fortgesetzt. Auch Hanaus Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri, HIHK-Geschäftsführer Frank Aletter und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde gehörten zu den Gästen der GUDE LAKO. Gerade dieser Austausch ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Wirtschaftsjunioren: Der Verband bringt junge Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte zusammen, schafft Kontakte über Branchen und Regionen hinweg und gibt ihnen gleichzeitig eine Stimme gegenüber Politik und Gesellschaft.

Internationale Freundschaften in Hanau

Dass dieses Netzwerk nicht an Landes- oder Bundesgrenzen endet, zeigte die GUDE LAKO ebenfalls. Vier Mitglieder von JCI Wisconsin reisten aus den USA an. Zwischen den Wirtschaftsjunioren Hessen und Wisconsin besteht eine langjährige offizielle Partnerschaft. Eine besondere Freundschaft verbindet die Wirtschaftsjunioren Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern zudem mit JCI Hatay in der Türkei. Sie entstand durch das gemeinsame Hilfsprojekt "JCI Helping Heroes". Vier türkische Jaycees kamen zur GUDE LAKO nach Deutschland und wurden bereits vor dem offiziellen Konferenzbeginn von den Hanauer Wirtschaftsjunioren empfangen. Bei Besuchen in Schlüchtern und Gelnhausen lernten sie gemeinsam mit ihren Gastgebern auch den Main-Kinzig-Kreis näher kennen. Für die Wirtschaftsjunioren gehört dieser internationale Austausch wesentlich zum Netzwerkgedanken: andere Perspektiven kennenlernen, voneinander lernen und aus gemeinsamen Projekten Freundschaften entstehen lassen.

Sonnenuntergang über Hanau

Auch bei der Wahl der Veranstaltungsorte setzte das ehrenamtliche Organisationsteam bewusst auf besondere Seiten Hanaus. Der Welcome-Abend fand auf der Dachterrasse des Stadthofs statt. Das ehemalige Kaufhof-Gebäude in der Innenstadt, das von der Stadt Hanau erworben wurde und derzeit weiterentwickelt wird, steht dabei selbst beispielhaft für den Wandel der Stadt. Bei Grillbuffet, Sonnenuntergang und Blick über die Dächer Hanaus stand anschließend vor allem das Netzwerken im Mittelpunkt. Am Samstagabend wurde der Fronhof zum Schauplatz des WJ Hessen Sommerfests. Mit hessischem Buffet, Livemusik und anschließender Party entstand ein lockerer Rahmen, in dem Mitglieder, Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie zusätzliche Besucherinnen und Besucher miteinander feiern und ins Gespräch kommen konnten.

Am Sonntagmorgen klang die Konferenz beim Farewell-Brunch im Grimm’s Hotel aus. Dort übergaben die Hanauer symbolisch den Staffelstab an die Wirtschaftsjunioren in Limburg, die 2027 die nächste hessische Landeskonferenz ausrichten.

Ehrungen und Landespreis für die Hanauer Wirtschaftsjunioren

Auch für den eigenen WJ-Kreis wurde das Wochenende besonders: Vier Mitglieder der Wirtschaftsjunioren Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern erhielten im Rahmen der GUDE LAKO Auszeichnungen für ihr Engagement – darunter eine besondere internationale Ehrung.

Zudem gewannen die Hanauer Wirtschaftsjunioren mit ihrem Projekt "Get to know your next OB" den ersten Platz beim Landespreis der Wirtschaftsjunioren Hessen in der Kategorie "Impact". Das Projekt hatte im Vorfeld der Hanauer Oberbürgermeisterwahl Kandidatinnen und Kandidaten nicht nur bei einer Podiumsdiskussion vorgestellt, sondern sie anschließend in kleinen Gesprächsrunden direkt mit Bürgerinnen und Bürgern zusammengebracht. Ziel war es, Politik nahbar zu machen und zur Beteiligung an der Wahl zu motivieren.

Gemeinsam lässt sich viel bewegen

Möglich wurde die GUDE LAKO vor allem durch ehrenamtliches Engagement. Die Mitglieder der Wirtschaftsjunioren Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern entwickelten und organisierten die Konferenz neben Beruf, Unternehmen und Familie. Dabei konnten sie auf starke Partner bauen. Die IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern unterstützt die Arbeit der Wirtschaftsjunioren seit vielen Jahren und stellte für die Landeskonferenz Räumlichkeiten und weitere Ressourcen zur Verfügung. Die Stadt Hanau unterstützte die Konferenz ebenfalls umfangreich. Hinzu kamen zahlreiche Unternehmen und Sponsoren aus der Region, ohne deren Unterstützung eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich gewesen wäre. Das Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fiel entsprechend positiv aus. Besonders häufig wurden die Organisation, die ungewöhnlichen Veranstaltungsorte und die offene, familiäre Atmosphäre der GUDE LAKO hervorgehoben.

"Die GUDE LAKO hat gezeigt, was unser Netzwerk ausmacht: Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Fähigkeiten bringen sich ein, übernehmen Verantwortung und machen gemeinsam Dinge möglich, die keiner alleine auf die Beine stellen könnte", sagt Franziska Stolz, die gemeinsam mit Daniel Blasek den WJ-Kreis Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern als Kreissprecherin leitet. Damit blieb von diesem Wochenende nicht nur eine erfolgreiche Konferenz. Die GUDE LAKO zeigte auch, wofür die Wirtschaftsjunioren stehen: für Austausch und Weiterbildung, für Unternehmertum und gesellschaftliches Engagement – und für ein Netzwerk, in dem aus gemeinsamen Ideen konkrete Projekte entstehen können.

Weitere Informationen unter www.wj-hanau.de (ms/pm) +++

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