Getragen von Genossen und Partnern

Spatenstich beim Wohnprojekt "Waides Höfe" - Die Vision wird Realität

Spatenstich bei den Waideshöfen, v.l.n.r.: Ronny Zielke, Celine Grosch, Horst Habermehl, Eugen Golubev, Dr, Heiko Wingenfeld, Dr. Jasna Baumgarten, Daniel Schreiner, Jens Krause, Martin Langsch, Dr. Thomas Bobke, Dietmar Knaup
Fotos: Carina Jirsch

13.08.2026 / FULDA - Das Projekt der Wohngenossenschaft "Waides Höfe" wird so langsam, aber sicher endlich Realität und soll bis Anfang des Jahres 2029 72 moderne, haustierfreundliche und barrierefreie Genossenschaftswohnungen für Menschen aller Generationen schaffen. Am Mittwoch, dem 12. August, fand nun endlich der lange herbeigesehnte Spatenstich im Fuldaer Waidesgrund statt. Eine Vision wird nun Realität, die vom Vertrauen vieler Menschen getragen wird, die schon von Anfang an an das "24-Millionen-Euro"-Projekt geglaubt haben.

Vor Ort waren neben Dr. Jasna Baumgarten, Vorstand der Wohngenossenschaft, auch Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Stadtbaurat Daniel Schreiner sowie Vertreter der Stadtverordnetenversammlung und selbstverständlich auch die Genossen, die das Projekt stützen.

"Das Warten hat sich gelohnt"

"Wir haben auf diesen Tag lange hingearbeitet", betonte Oberbürgermeister Wingenfeld gleich zu Beginn und erklärte, dass es nicht einfach war, in einer so traditionsreichen Kleingartenanlage ein Wohngebiet zu errichten. Dennoch sei die zentrale Lage des Wohnprojekts inmitten der Stadt ideal gelegen und ein rundum "einzigartiges Projekt". Zudem stellte er heraus, dass das Projekt mit seinem großen finanziellen Umfang zwar erklärungsbedürftig war, aber vor allem auch zukunftsfähig ist und guten, neuen, aber auch erschwinglichen Wohnraum für jeden Interessenten bietet. "Hier zeigt sich, was in einer Stadt gemeinsam gestaltet werden kann, wenn man die Geduld dafür hat."

Er verdeutlichte außerdem, dass aus genau diesem Grund der Spatenstich nicht symbolisch sei, sondern ein klares Signal an alle ist, dass es nun endlich richtig losgeht und die jahrelangen Planungen weniger abstrakt und viel mehr Realität werden. "Es hat sich gelohnt, zehn Jahre zu warten", erklärte Wingenfeld abschließend und bedankte sich vor allem auch bei den Genossen.

Genossenschafts-Vorstand bedankt sich bei den Partnern

Dass nun alles so schnell ins Rollen gebracht wurde, freut neben der Stadt aber natürlich vor allem auch die Genossenschaft. "Ich freue mich sehr, dass nun alles doch so gut geklappt hat", sagte Jasna Baumgarten und hob hervor, dass es insbesondere in Krisenzeiten immer schwieriger wird, solche Projekte zu stemmen. Sie dankte aber auch der Sparkasse, die die Wohngenossenschaft finanziell unterstützt hatte und damit ein starker Partner für das Projekt war.

55 der 72 Wohnungen sind bereits vergeben - sobald das Projekt vollständig belegt ist, werden die Mitglieder insgesamt und gemeinsam rund 7 Millionen Euro einbringen, um die erste private Wohngenossenschaft Fuldas voranzubringen. Dabei sind die Bewohnerinnen und Bewohner nicht nur Mieter, sondern eben auch Gestalter des Wohnraums. Die Waides Höfe verbinden damit die Vorteile von Eigentum und Miete und schaffen ein Wohnmodell, welches auf Gemeinschaft, Sicherheit und Verantwortung setzt.

"Unser Dank gilt allen Mitgliedern, der Stadt, der Sparkasse Fulda und den vielen Partnern, die diesen Weg gemeinsam mit uns gegangen sind. Ohne dieses Vertrauen und diese Zusammenarbeit wäre dieser Tag nicht möglich gewesen", so Baumgartner abschließend.

Noch können Wohnungen erworben werden. Die monatlichen Nutzungsentgelte belaufen sich auf 6,50 Euro je Quadratmeter für Haushalte mit geringem Einkommen, 8,50 Euro für Haushalte mit mittlerem Einkommen und zwölf Euro für frei finanzierte Wohnungen. Abhängig von der Größe der Wohnung ist außerdem eine einmalige Einlage von 38.500 bis 176.000 Euro fällig, abhängig von der Größe der Wohnung. (pg) +++

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