Spannende Projekte
Gemeinsam Lernen im Fokus: Staatssekretär besucht Richard-Müller-Schule
Fotos: Marvin Myketin
12.08.2026 / FULDA -
Das staatliche Schulamt war gemeinsam mit Staatssekretär Dr. Manuel Lösel in Osthessen und der Rhön unterwegs und stellte dem ehemaligen Lehrer ausgewählte Schul- und Lehrkonzepte vor, die zeigen, dass die Region voller Ideen steckt. Die Tour startete in der Fuldaer "Richard-Müller-Schule".
Im Selbstlernzentrum erhielt der Staatssekretär einen umfangreichen Einblick in verschiedene Projekte der Schule: Angefangen bei Gruppenprojekten über politische Bildung, Briefe an die Bundespolitik und Erinnerung sowie Begegnung in Kooperation mit der Gedenkstätte Point-Alpha ist die Bandbreite riesig.
Selbstlernzentrum ist ein Ort der Begegnung
Nach einer kurzen Begrüßung stellte eine Schülergruppe ihre eigene Wassermarke vor. Mit diesem Projekt konnten die drei Schüler selbst erleben, wie es ist, ein Produkt von Grund auf zu gestalten, zu vermarkten und zu bewerben. Gehalten wurde die Präsentation auf Englisch, da das Projekt im Rahmen des Englischunterrichts entstand. Das Flaschendesign richtet sich explizit an Kinder und soll zum Trinken animieren.Im Anschluss wurde das Selbstlernzentrum von Simone Stock und Verena Bettermann vorgestellt. Dabei stellte sich heraus, dass die Räumlichkeiten des Selbstlernzentrums weit mehr sind als nur ein Ort zum Lernen. Der Raum agiert innerhalb des Schulsystems auch als Denkraum, Begegnungsraum, aber auch als Handlungsraum, bei dem die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt stehen. Der Raum hat dabei die Funktion eines "zusätzlichen Pädagogen" neben der Lehrkraft.
Verständigung zwischen Ost und West
Dann wechselte der Fokus auf politische Bildung, die insbesondere in global unruhigen Zeiten immer wichtiger wird. Schüler der Richard-Müller-Schule verfassten zum Thema "Deepfakes und Künstliche Intelligenz" einen Brief an den Bundestagsabgeordneten Michael Brand, der die Erschütterung der Schüler über den Umgang mit dem Fall "Collien Fernandes" verdeutlichte.Im selben Kontext führte die Schule auch ein Projekt durch, bei dem die Verständigung zwischen ostdeutschen und westdeutschen Schülern im Vordergrund stand. Dabei wurde unter anderem ein Podcast erarbeitet. Dabei ist es der Schule ein wichtiges Anliegen, hessische und thüringische Schüler zum Lernen zu bringen und Vorurteile abzuschaffen.