Ehrenamt aus Überzeugung

Helfen liegt ihnen im Blut: Brüder Klee packen seit Jahren für die Tafel an

Sie sind zwei der vielen ehrenamtlichen Kräfte bei der Hünfelder Tafel: Reinhard (l.) und Engelbert Klee engagieren sich beim Fahrdienst.
Fotos: Maria Franco

16.08.2026 / HÜNFELD - Gemeinsam Positives bewirken: Die Tafel in Hünfeld (Kreis Fulda) feiert in wenigen Tagen ein stolzes Jubiläum. Seit 20 Jahren unterstützt sie Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Möglich wird das vor allem durch das Engagement vieler Ehrenamtlicher. Zu ihnen zählen auch die Brüder Engelbert und Reinhard Klee, die regelmäßig Fahrdienste übernehmen. Gegenüber OSTHESSEN|NEWS stellen sie heraus: "Zu wissen, dass man mit seinem Einsatz anderen Menschen helfen kann, ist ein gutes Gefühl. Das motiviert und bereichert einen auch selbst."



Was sich bundesweit zeigt, ist auch in der Konrad-Zuse-Stadt deutlich spürbar: Die Nachfrage nach den Angeboten der Tafel ist hoch. So versorgt die gemeinnützige Organisation derzeit rund 280 Bedarfsgemeinschaften und damit etwa 800 Menschen. Bei der Tafel sind insgesamt knapp 100 freiwillige Kräfte aktiv. Die fleißigen Helfer packen in vielen Bereichen mit an: Vom Fahrdienst über das Sortieren der Waren bis hin zur Ausgabe ist jede helfende Hand gefragt. Mit ihrem Einsatz leisten sie einen wichtigen Beitrag gegen die Lebensmittelverschwendung.

Ehrenamt als Selbstverständlichkeit

Engelbert Klee bringt sich seit zehn Jahren in die Tafel ein. Der 73-Jährige erinnert sich noch gut an seine Anfänge: "Ich wurde damals von einem ehemaligen Arbeitskollegen angesprochen, ob ich mich hier nicht einbringen möchte. Als Rentner war das für mich eine sinnvolle Aufgabe und es ist nach wie vor eine schöne Abwechslung." Mit der Zeit holte er seinen Bruder Reinhard ins Team. "Mittlerweile bin ich ebenfalls seit sieben Jahren mit dabei", erzählt der 66-Jährige. Das Ehrenamt ist für die gebürtigen Eiterfelder aber ohnehin nichts Neues. Erfahrungen konnten sie bereits bei der Feuerwehr sammeln.

Ohne das Team geht nichts

Zwei- bis dreimal im Monat sind die Brüder für die Tafel unterwegs. Zusammen auf Tour gehen sie zwar nicht, stattdessen fahren sie jeweils mit unterschiedlichen Kollegen. Die Freude an der Aufgabe ist dennoch ungebrochen. "Es macht Spaß, obwohl die Arbeit körperlich durchaus fordernd ist", lautet ihr Fazit. Auf zwei verschiedenen Routen steuern sie die einzelnen Stationen an. "Wir fahren mehrere Geschäfte und Supermärkte ab, sammeln die Waren ein und verladen sie. Da kommt einiges an Gewicht zusammen." Bis die Kunden ihre vorgepackten Kisten final erhalten, steckt also eine Menge Arbeit dahinter. "Es ist zwar ein großer Aufwand - umso schöner ist es, wenn alles reibungslos funktioniert."

Für sie ist dabei vor allem eines entscheidend: Teamarbeit. Denn nur durch das Zusammenspiel vieler Ehrenamtlicher kann das Angebot Woche für Woche aufrechterhalten werden. (Maria Franco) +++

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