In der Aula der alten Universität
Journalist, Kolumnist und Schriftsteller: Harald Martenstein liest am Freitag
Foto: C.Bertelsmann
27.08.2026 / FULDA -
Spricht man über Bildung in Deutschland, so ist mittlerweile schnell die Rede von einer Bildungsmisere, mitunter gar von einer Bildungskatastrophe. Der Autor Harald Martenstein befasst sich seit Jahren in zahlreichen Zeitungskolumnen mit dem Zusammenhang von "Bildung und Sprache". Er gilt als einer der renommiertesten Beobachter und Analysten politischer, kultureller und alltäglicher Themen, die er sprachlich pointiert und scharfzüngig amüsant zu kommentieren weiß. Am 28. August liest er zum Thema ab 19 Uhr in der Aula der Alten Universität.
Martenstein misst der Sprache eine hohe Bedeutung bei: Sie sei der Schlüssel zur Bildung, der Grundpfeiler, auf dem sämtliche Lern- und Entwicklungsprozesse aufbauen, sie sei das Medium gesellschaftlicher Kommunikation und damit die Basis für ein gedeihliches Miteinander. Obwohl sich Abiturnoten im Durchschnitt von Jahr zu Jahr verbessern und die Vielfalt an Studienangeboten nahezu unüberschaubar wurde, belegen einschlägige Studien, dass das Bildungsniveau deutscher Schüler kontinuierlich sinkt. Es stellt sich die Frage nach den Ursachen des Bildungsverlustes. Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bekunden immer wieder, dass gerade viele deutsche Schüler ihre Muttersprache nicht mehr in ausreichendem Maße beherrschen. Harald Martenstein wird am 28. August auf seine eigene Art diese Problematik beleuchten.
Der Journalist, Kolumnist und Schriftsteller ist in diesem Jahr Träger des Deutschen Sprachpreises und kommt auf Einladung der "Goethe-Gesellschaft Fulda" und des Fördervereins "Freunde des Museums Fulda" erstmals in die Domstadt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Vonderau Museum statt. Harald Martenstein arbeitet aktuell als Kolumnist für die Bildzeitung und bild.de, wo er seit Februar 2026 die werktägliche Kolumne "Mail von Martenstein" verfasst. Für die Welt am Sonntag schreibt er seit Jahren die Kolumne "Neben der Spur". Über zwei Jahrzehnte lang war er eine prägende Säule des "ZEITmagazins".