Filialabbau sorgt für Ärger
Bargeldversorgung gefährdet: Ortsbeiräte kritisieren Sparkassen-Pläne deutlich
Fotos: Privat
10.08.2026 / BAD HERSFELD -
Auch die Ortsbeiräte aus den Stadtteilen Kathus und Sorga nehmen mit Bedauern und Unverständnis zur Kenntnis, dass die Sparkasse Hersfeld-Rotenburg ihr Filial- und Servicenetz im Landkreis weiter reduzieren will.
Als öffentlich-rechtliches Finanzinstitut hat die Sparkasse einen klaren Kernauftrag, gemeinwohlorientiert zu handeln und die flächendeckende Versorgung mit Finanzdienstleistungen der Bevölkerung regional sicherzustellen. Teil dieser grundlegenden Bankdienstleistungen ist unter anderem die lokale Bargeldversorgung im geschützten und diskreten Umfeld.
Die Alternativlösung, sich ab sofort in den EDEKA-Märkten in der Hohe Luft und am Johannesberg mit Bargeld versorgen zu können, verbunden mit einem 10-Euro-Mindesteinkauf, einem Maximalbetrag von 200 Euro pro Vorgang und der völlig fehlenden Privatsphäre, finden viele Bewohner eher als suboptimal. Dabei sind die weiteren Dienstleistungen wie Kontoauszüge ziehen oder Überweisungen am Terminal tätigen noch gar nicht berücksichtigt. Dass diese Möglichkeiten nach wie vor gebraucht werden, wird von zahlreichen, oftmals älteren Menschen ohne Online-Banking gegenüber den Ortsbeiräten deutlich bekundet. Zumal die beiden Stadtteile im Solztal von der Alternativlösung überhaupt nichts haben, da die Ansiedlung eines Einkaufsmarktes zur Gewährleistung der Nahversorgung der knapp 2.500 Einwohner weiter auf sich warten lässt.
Die Menschen vor Ort wünschen, nachdem sich bereits Ortsbeiräte öffentlich sowie Bürger in Form von Leserbriefen zu Wort gemeldet haben, ein klares Statement von Bürgermeisterin Anke Hofmann, die bisher dazu öffentlich noch gar nichts verlautbaren ließ. (pm/jk) +++