Drogen im Blut
Führerscheinabgabe ging nach hinten los: Ermittlungen gegen 63-Jährigen
Symbolbild: Rene Kunze
10.08.2026 / SCHLÜCHTERN -
Eigentlich hatte ein 63-Jähriger am Freitagnachmittag alles richtig machen wollen: Auf Anraten seines Anwalts wollte er seinen Führerschein bei der Polizeistation in Schlüchtern (Kreis MKK) abgeben. Offenbar hatte er zwischenzeitlich selbst erkannt, dass es vielleicht besser ist, beim Autofahren eine Pause einzulegen.
Für den Weg zur Polizei wählte der Mann allerdings ein alternatives Fortbewegungsmittel: Er fuhr kurzerhand mit seinem E-Scooter zur Dienststelle, stellte diesen direkt vor der videoüberwachten Eingangstür ab und betrat die Polizeistation.
Soweit, so vernünftig. Wäre da nicht der aufmerksame Blick der Beamten gewesen. Bei einem Gespräch entstand der Verdacht, dass der 63-Jährige möglicherweise erneut unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stehen könnte. Im weiteren Gespräch räumte der Mann ein, in der Vergangenheit ein Suchtproblem im Zusammenhang mit Kokain entwickelt zu haben. Pikant: Bereits vor ein paar Wochen war der 63-Jährige mit einem Pkw kontrolliert worden - damals unter dem Einfluss von Kokain und Alkohol. Ein durchgeführter Urintest erhärtete nun den Verdacht: Der Test reagierte positiv auf Kokain. Nach Belehrung als Beschuldigter gab der Mann zudem an, erst kurz zuvor Kokain konsumiert zu haben.